La­schet für neue Stu­di­en­ge­büh­ren

Der CDU-Spit­zen­kan­di­dat will wich­ti­ge rot-grü­ne Ent­schei­dun­gen zu­rück­neh­men.

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE - VON MICHA­EL BRÖCKER UND THO­MAS REISENER

DÜS­SEL­DORF Der stell­ver­tre­ten­de Bun­des­vor­sit­zen­de und Spit­zen­kan­di­dat der nord­rhein-west­fä­li­schen CDU für die Land­tags­wahl im Mai, Ar­min La­schet, will auch bei ei­ner Nie­der­la­ge in Düs­sel­dorf blei­ben. „Mein Platz ist in Nord­rheinWest­fa­len. Der Lan­des­vor­sit­zen­de der NRW-CDU soll­te Mit­glied des Land­ta­ges sein. Das hat sich be­währt“, sag­te La­schet im In­ter­view mit un­se­rer Re­dak­ti­on.

La­schet kün­dig­te an, An­fang 2017 ein Schat­ten­ka­bi­nett zu prä­sen­tie­ren, zu dem auch ex­ter­ne Per­sön­lich­kei­ten ge­hö­ren sol­len. „Wir wer­den mit ei­nem Team in den Wahl­kampf ge­hen. In dem Team könn­ten auch Per­sön­lich­kei­ten au­ßer­halb der Par­tei­po­li­tik sein“, sag­te er.

Im Wahl­kampf will La­schet neue Ide­en für die Hoch­schul­fi­nan­zie­rung prä­sen­tie­ren: „In der al­ten Form sind Stu­di­en­ge­büh­ren kein The­ma. Aber ich hal­te es für ein Ge­bot der so­zia­len Ge­rech­tig­keit, min­des­tens über Mo­del­le nach­zu­den­ken. Dass Pfle­ger für ih­re Aus­bil­dung zah­len und Ärz­te nicht, ist schräg.“Spar­po­ten­zi­al im Lan­des­haus­halt sieht der Lan­des­vor­sit­zen­de der NRW-CDU bei den För­der­pro­gram­men: „Vie­les wur­de in un­sin­ni­ge Kli­en­tel­pro­gram­me ge­steckt.“Auch das So­zi­al­ti­cket ha­be „kaum Wir­kung er­zielt“.

La­schet setzt auf ei­nen um­fas­sen­den Bü­ro­kra­tie­ab­bau: „Die Wirt­schaft braucht Luft zum At­men. Wir müs­sen al­le Ge­set­ze und Ver­ord­nun­gen auf den Prüf­stand stel­len und mög­lichst viel ab­schaf­fen.“Kon­kret nann­te er das Lan­des­na­tur- schutz­ge­setz, das Ta­rif­treue­ge­setz und die Hy­gie­ne-Am­pel.

In der Braun­koh­le­po­li­tik geht La­schet auf Kon­flikt­kurs zum mög­li­chen grü­nen Ko­ali­ti­ons­part­ner und nä­hert sich der SPD an: „Ein vor­ei­li­ger Aus­stieg ist we­der ein Bei­trag zum Kli­ma noch zur Wett­be­werbs­fä­hig­keit.“Die NRW-Grü­nen be­schlos­sen auf ih­rem Par­tei­tag in Ober­hau­sen, im Wahl­kampf für ein neu­es Koh­le­aus­stiegs­ge­setz zu wer­ben. Das Ge­setz soll ne­ben dem Aus­stieg aus der Koh­le­ver­stro­mung bis 2037 auch die Ab­wick­lung der da­mit ver­bun­de­nen Ar­beits­plät­ze si­chern. Da­mit ge­hen die Grü­nen auch auf Kon­fron­ta­ti­ons­kurs zur Bun­des­par­tei, die vor we­ni­gen Wo­chen ei­nen Aus­stieg be­reits bis 2025 ge­for­dert hat. Leit­ar­ti­kel Nord­rhein-West­fa­len Po­li­tik

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