Rob­ben bringt Bay­ern wie­der in die Spur

Der Re­kord­meis­ter wählt in Mainz ei­ne alt­be­kann­te Tak­tik und ge­winnt nach Rück­stand mit 3:1.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT -

MAINZ (sid) Mit sei­nem rot-wei­ßen Schal um den Hals eil­te Uli Ho­en­eß Rich­tung Bay­ern-Ka­bi­ne. „Ar­jen!“, rief der neue, al­te Prä­si­dent des Fuß­ball-Re­kord­meis­ters dem dort­hin ver­schwin­den­den Ar­jen Rob­ben hin­ter­her, hol­te ihn ein und pack­te sich den Nie­der­län­der zur aus­gie­bi­gen Umar­mung. Nach dem 3:1 (2:1) beim FSV Mainz 05 und der Ta­bel­len­füh­rung – die zwar nur 22 St­un­den Be­stand hat­te – wuss­te Ho­en­eß genau, bei wem er sich be­dan­ken muss­te.

„Das hat ei­nen Rie­sen­spaß ge­macht“, sag­te Rob­ben: „So wie in der ers­ten Halb­zeit ha­ben wir wo- chen­lang nicht ge­spielt – wir wa­ren rich­tig, rich­tig gut.“Trai­ner Car­lo An­ce­lot­ti ließ sein Team näm­lich erst­mals in die­ser Sai­son im alt­be­kann­ten „Er­folgs­sys­tem“4-2-3-1 spie­len – und be­scher­te den Bay­ern-Bos­sen da­mit ei­nen ru­hi­gen Sams­tag­abend vor dem Fern­se­her.

Dort sa­hen Karl-Heinz Rum­me­nig­ge und Co. zwar den 2:1-Sieg von Auf­stei­ger RB Leip­zig ge­gen Schal­ke, mit dem die Sach­sen den Re­kord­meis­ter wie­der von Platz eins ver­dräng­ten. Dies hat­te aber of­fen­bar kei­ne gro­ße Be­deu­tung. „Wir ha­ben es selbst in der Hand“, sag­te Rum­me­nig­ge: „Wenn wir so spie­len wie in Mainz, kön­nen wir trotz­dem als Ta­bel­len­füh­rer über­win­tern.“

Drei Ta­ge vor Hei­lig­abend (21. De­zem­ber/20 Uhr) kommt es schließ­lich noch zum di­rek­ten Du­ell der bei­den Kon­kur­ren­ten in Mün­chen. „Wir wol­len ein­fach un­se­ren Stie­fel run­ter­spie­len“, sag­te Mats Hum­mels: „Wir schau­en, was die an­de­ren ma­chen – aber wir müs­sen erst ein­mal un­se­re Spie­le ge­win­nen, sonst brin­gen uns an­de­re Er­geb­nis­se über­haupt nichts.“

In Mainz war der Bay­ern-Sieg trotz des ver­schla­fe­nen Starts nie lan­ge ge­fähr­det. Den­noch bleibt das 0:1 durch Jhon Cordo­ba in der vier- ten Mi­nu­te ein (klei­ner) Ma­kel: Be­reits im ach­ten Pflicht­spiel in Fol­ge ha­ben die Münch­ner ei­nen Tref­fer kas­siert, das gab es zu­letzt vor fünf Jah­ren. „Er ist ei­ner der kräf­tigs­ten Spie­ler der Li­ga, da kann das mal vor­kom­men“, sag­te Hum­mels.

Weil Rob­ben (21.) und „Dop­pel­pa­cker“Ro­bert Le­wan­dow­ski (8., 90.+1), der in sei­nem vier­ten Main­zer Gast­spiel in Fol­ge zwei Tref­fer er­ziel­te, er­folg­reich wa­ren, blieb der Blitz­start der Gast­ge­ber vor 34.000 Zu­schau­er fol­gen­los. „Es war ein schwie­ri­ges Spiel mit ei­nem gu­ten, mit ei­nem wich­ti­gen Er­geb­nis“, sag­te An­ce­lot­ti, des­sen Tak­tik auf­ging.

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