Re­al ent­geht Plei­te im Cla­si­co in der Schluss­mi­nu­te

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT -

MA­DRID (sid) Mit sei­nem Tref­fer in der 90. Mi­nu­te hat Ka­pi­tän Ser­gio Ra­mos Re­al Ma­drid zwar „nur“ein 1:1 (0:0) beim FC Bar­ce­lo­na ge­ret­tet – aber es fühl­te sich an wie ein Sieg. „Die sechs Punk­te Vor­sprung zei­gen, dass wir seit dem Sai­son­start vie­les rich­tig ge­macht ha­ben. Aber wir dür­fen jetzt nicht hoch­nä­sig oder ver­rückt wer­den“, sag­te Ra­mos, der mit den Kö­nig­li­chen auch nach dem weg­wei­sen­den 14. Li­ga­spiel un­ge­schla­gen an der Ta­bel­len­spit­ze thront: „Es ist noch ein lan­ger Weg, und ich den­ke, dass Bar­ca und die an­de­ren Teams es uns schwer ma­chen wer­den.“

Weil Ra­mos, der sei­ne To­re be­vor­zugt in weg­wei­sen­den Spie­len er­zielt, im Camp Nou die Bar­ca-Füh­rung von Lu­is Suá­rez (53.) aus­glich und Ma­drid da­mit seit 33 Pflicht­spie­len un­be­siegt ist, tat Ma­drid je­den­falls ei­nen gro­ßen Schritt Rich­tung 33. Meis­ter­schaft – und das mit ei­nem eher un­auf­fäl­li­gen Ro­nal­do und oh­ne den noch ver­letz­ten Welt­meis­ter To­ni Kroos. „Es ist die DNA von Re­al, im­mer bis zum En­de zu kämp­fen und zu hof­fen“, sag­te Ra- mos. Sein Trai­ner Zi­ne­di­ne Zi­da­ne lob­te dann auch „Herz und Moral der Mann­schaft. Die Jungs ha­ben bis zum Schluss an sich ge­glaubt und den wich­ti­gen Punkt ge­holt.“

Rund ei­ne hal­be Mil­li­ar­de Men­schen welt­weit sah bes­se­re Gast­ge­ber in ei­ner Par­tie. Aber die Stars Lio­nel Mes­si und Ney­mar ver­ga­ben teil­wei­se bes­te Chan­cen, Ra­mos be­straf­te das mit ei­nem wuch­ti­gen Kopf­ball. „Wir ha­ben zwei Punk­te ver­lo­ren. Aber es gibt kei­ne Zeit, um Tr­üb­sal zu bla­sen“, sag­te And­res Inies­ta, der nach zwei­mo­na­ti­ger Ver­let­zungs­pau­se zu­rück­ge­kehrt war und dem Spiel der Ka­ta­la­nen mit sei­nen Ide­en im Mit­tel­feld di­rekt mehr Esprit ver­lieh. Die Spie­le – mor­gen in der Cham­pi­ons Le­ague ge­gen Glad­bach – wür­den schließ­lich Schlag auf Schlag kom­men, „aber wir müs­sen na­tür­lich hof­fen, dass Re­al aus­rutscht“.

Da­von ist zu­nächst nicht aus­zu­ge­hen. Und oh­ne­hin muss der Meis­ter erst ein­mal die ei­ge­nen Haus­auf­ga­ben er­le­di­gen – im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes. Denn aktuell hat Bar­ca vor hei­mi­scher Ku­lis­se be­reits jetzt mehr Punk­te (neun) ab­ge­ge­ben als in der ge­sam­ten Vor­sai­son.

„Wir sind mei­len­weit von un­se­ren An­sprü­chen ent­fernt“, ta­del­te Bar­ca-Coach Lu­is En­ri­que. Sein Team sei zwar bes­ser ge­we­sen, das schon, „aber jetzt gibt es nur noch ei­ne Mög­lich­keit: Wir müs­sen al­le Spie­le ge­win­nen und Re­al da­mit un­ter Druck set­zen“.

Im­mer­hin: At­lé­ti­co Ma­drid ist nach der Null­num­mer ge­gen Espan­yol Bar­ce­lo­na prak­tisch aus dem Ti­tel­ren­nen – was für Bar­ca aber wohl nur ein sehr klei­ner Trost war.

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