Ge­stoh­le­ne und ver­brann­te Re­gen­bo­gen­fah­nen er­setzt

Rheinische Post Moenchengladbach - - KULTUR - VON JAN SCHNETTLER

Es war ein ziem­li­ches Är­ger­nis für den Mön­chen­glad­ba­cher Chris­to­pher-Street-Day-Ver­ein: Im Ju­li wa­ren die Re­gen­bo­gen­fah­nen, die rund um den schwul-les­bi­schen Ak­ti­ons­tag am Rhe­ydter Markt­platz hin­gen, ge­stoh­len wor­den. Doch nicht nur das. Sie wur­den über­dies of­fen­bar noch in der­sel­ben Nacht auf dem Markt­platz ver­brannt. Dies teil­te jetzt CSD-Vor­sit­zen­der Mar­kus Schnor­ren­berg auf An­fra­ge mit. „Al­ler­dings ist das Ver­fah­ren jetzt ein­ge­stellt wor­den, weil die Tä­ter nicht zu er­mit­teln ge­we­sen sind.“Er per­sön­lich glau­be aber we­ni­ger an ei­ne po­li­tisch mo­ti­vier­te Tat als viel­mehr an ei­nen „Dum­me-Jun­genoder -Mäd­chen-Streich“.

Die gu­te Nach­richt: Der Ver­ein hat am Sams­tag vier neue Re­gen­bo­gen­fah­nen ge­spen­det be­kom­men, und zwar von Win­fried Kroll, Reiner Gu­tow­ski, der Links­frak­ti­on in Per­son von Torben Schultz so­wie der SPD Rhe­ydt/Oden­kir­chen. Das war um­so wich­ti­ger, weil mit dem Dieb­stahl der Fah­nen auch ein fi­nan­zi­el­ler Ver­lust für den noch jun­gen Ver­ein ein­her­ge­gan­gen war. „Der Plan ist, die Fah­nen wie ge­habt am Frei­tag vor dem nächs­ten Chris­to­pher Street Day am Markt­platz zu his­sen“, sagt Schnor­ren­berg.

Und ist gu­ter Din­ge, dass et­was Ver­gleich­ba­res dann nicht noch ein­mal pas­siert. Denn: Im Som­mer, als die al­ten Fah­nen ge­stoh­len wur­den, hin­gen sie auf halb­mast, um der Op­fer der An­schlä­ge von Or­lan­do und Niz­za zu ge­den­ken, und wa­ren des­we­gen leicht zu er­rei­chen.

FO­TO: CSD MG

Im Ju­li hin­gen die Fah­nen trau­er­be­dingt auf Halb­mast.

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