Schau­en, ge­nie­ßen – und viel stau­nen

Beim Kunst­hand­wer­ker­markt auf Schloss Rhe­ydt wa­ren er­neut al­le Sin­ne ge­for­dert. Mehr als 60 An­bie­ter lock­ten an zwei Ta­gen mit au­ßer­ge­wöhn­li­chen Uni­ka­ten und Gau­men­freu­den. An­ge­bo­ten wur­de qua­si al­les au­ßer Mas­sen­wa­re.

Rheinische Post Moenchengladbach - - STADTTEILE - VON AN­GE­LA WILMS-ADRIANS

SCHLOSS RHE­YDT Weih­nachts­en­gel schei­nen meist weib­lich zu sein. Doch un­ter den Heer­scha­ren himm­li­scher Bo­ten im Ka­min­zim­mer von Schloss Rhe­ydt lug­ten auch männ­li­che Him­mels­ver­tre­ter her­vor. „Schutz­en­gel braucht je­der“, sag­te Ant­je Sei­del­mann schmun­zelnd mit Blick ih­re Holz­fi­gu­ren, von de­nen kei­ne der an­de­ren glich.

Mit der Lie­be zum Uni­kat und Hand­ge­mach­ten fand sie sich beim Mark für Kunst und Hand­werk im Ad­vent un­ter Gleich­ge­sinn­ten wie­der. „Wir ha­ben das Al­lein­stel­lungs­merk­mal, dass hier kein üb­li­cher Weih­nachts­markt ist. Hier gibt es kei­ne Mas­sen­wa­re, son­dern au­ßer­ge­wöhn­li­che Din­ge für je­de Preis­la­ge“, fass­te Mu­se­ums­päd­ago­ge Dr. Klaus Möh­len­kamp das Kon­zept zu- Dr. Klaus Möh­len­kamp Mu­se­ums­päd­ago­ge sam­men, das vie­le Be­su­cher an­lock­te.

Er­neut bo­ten Au­ßen- und In­nen­be­reich des Schlos­ses die wun­der­schö­ne Ku­lis­se für ein reiz­vol­les An­ge­bot von Buch­ob­jek­ten über ex­klu­si­ven Tex­til­druck, Mi­nia­tu­ren, Por­zel­lan, Glas­kunst, Flo­ris­tik und nos- tal­gi­schen Zimt-Or­na­men­ten bis hin zu sü­ßen Krea­tio­nen und Senf aus Mon­schau. Im ver­gan­ge­nen Jahr hat­te sich Irm­gard Croon-Zet­tel­mei­er von „Ei­gen­art“, Fein­kost und Ge­bäck, noch un­ter die Be­su­cher ge­mischt und war be­geis­tert ge­we­sen vom be­son­de­ren Am­bi­en- te des Schlos­ses, das ne­ben­bei sei­ne mu­se­um­s­ei­ge­nen Schät­ze in Er­in­ne­rung bringt. Nun bot die Er­kelen­ze­rin selbst ge­fer­tig­te Chut­neys, Frucht­auf­stri­che und Weih­nachts­ge­bäck an.

Man­che An­bie­ter hat­ten ei­nen wei­ten Weg auf sich ge­nom­men, wie et­wa Mar­cin Wich­lin­ski aus Po­len. Sei­ne glä­ser­nen En­gel, Scha­len und zier­li­chen Ge­fä­ße fan­den vie­le Lieb­ha­ber. Der Mön­chen­glad­ba­cher Holz­spiel­zeug­ma­cher Bru­no Bu­scher zeig­te ne­ben ei­nem kind­ge­rech­ten An­ge­bot auch zier­li­che Weih­nachts­bäum­chen, die sei­ne Freu­de an al­ten Tech­ni­ken des Kunst­hand­werks er­ken­nen lie­ßen. Mo­ni­que Zahl­tens Re­cy­cling­s­chmuck lehr­te Stau­nen, wel­che un­ver­mu­te­te An­mut sich aus ka­put­ten Fahr­rad­schläu­chen ge­win­nen lässt. Nied­li­che Hin­gu­cker wa­ren ei­ne Bä­ren­schu­le und ei­ne Schiffs­schau­kel, die ei­ni­gen von An­ge­li­ka Schmitz´ hand­ge­ar­bei­te­ten Ted­dy­bä­ren ein lie­be­voll aus­ge­stat­te­tes Zu­hau­se ga­ben.

Bei Tho­mas Klen­ner war je­der Ku­gel­schrei­ber und Füll­fe­der­hal­ter aus ei­nem Stück Acryl, Holz oder künst­li­chen Da­ma­szen­er­stahl ge­drech­selt und in sei­ner Ma­se­rung ein­zig­ar­tig.

Über Ker­zen- und künst­li­ches Licht ent­fal­te­ten Ca­the­ri­ne Ber­naischs Leucht­ob­jek­te aus Fi­ber­glas ein fei­nes Spiel von trans­pa­rent auf­bre­chen­den Spu­ren in sanft schil-

„Hier gibt es au­ßer­ge­wöhn­li­che Din­ge für je­de Preis­la­ge“ „Ich such­te nach ei­nem neu­en Ma­te­ri­al, bis ich zum Fi­ber­glas fand“

Ca­the­ri­ne Ber­na­isch Glas­ma­le­rin lern­der Op­tik. „Von Haus aus bin ich Glas­ma­le­rin, doch ich woll­te im­mer schon in den skulp­tu­ra­len Be­reich und war auf der Su­che nach ei­nem neu­en Ma­te­ri­al, bis ich zum Fi­ber­glas fand“, er­zähl­te Ca­the­ri­ne Ber­na­isch, die ihr klei­nes Ate­lier in Ei­cken hat.

FO­TO: DETLEF IL­G­NER

Mit der Lie­be zum Uni­kat und Hand­ge­mach­ten fand sie sich beim Mark für Kunst und Hand­werk im Ad­vent un­ter Gleich­ge­sinn­ten wie­der.

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