Al­ter­na­tiv­lo­se Mer­kel-CDU

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON GRE­GOR MAYNTZ

In Es­sen ent­schied sich die CDU im Früh­jahr 2000, mit An­ge­la Mer­kel ei­nen Neu­an­fang zu wa­gen – als Über­gang. Star­ke Mi­nis­ter­prä­si­den­ten stan­den be­reit zu über­neh­men. Gut 16 Jah­re spä­ter kehrt ei­ne um­ge­bau­te Christ­de­mo­kra­tie mit ei­ner mehr­fach ge­häu­te­ten Vor­sit­zen­den er­neut in Es­sen ein. Statt der da­ma­li­gen Rest­zwei­fel herrscht in der CDU nun Er­leich­te­rung, dass Mer­kel die Par­tei auch im 18. und 19. Jahr füh­ren will. Star­ke po­ten­zi­el­le Nach­fol­ger sind kaum greif­bar.

Ein scharf for­mu­lier­tes Ab­schie­be-Pa­pier hat we­nigs­tens ei­nen Hauch von Span­nung auf­kom­men las­sen. An­sons­ten er­weckt die­se CDU im Vor­feld des Par­tei­ta­ges den Ein­druck, sich lie­ber nicht durch Pro­fil­de­bat­ten von der Ar­beit ab­len­ken zu las­sen. Das ent­spricht der DNA ei­ner Par­tei, die sich zum Re­gie­ren ge­bo­ren wähnt.

Das lief lan­ge zur Zuf­rie­den­heit der Bür­ger. Doch die Flücht­lings­po­li­tik hat das Gr­und­ver­trau­en in Mer­kel in ein Grund­miss­trau­en ver­wan­delt. Um die­se Ent­wick­lung er­neut zu wen­den, braucht die CDU ei­ne neue, gro­ße Er­zäh­lung, mehr je­den­falls als ei­ne 90+x-Pro­zent-Wie­der­wahl ih­rer al­ter­na­tiv­los ge­wor­de­nen Vor­sit­zen­den. BE­RICHT

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.