Ein paar Jah­re zu spät

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON KIRS­TEN BI­AL­DI­GA

Null-Wachs­tum, die höchs­te Ar­beits­lo­sig­keit al­ler west­deut­schen Flä­chen­län­der – die wirt­schaft­li­chen Pro­ble­me Nord­rhein-West­fa­lens sind hin­läng­lich be­kannt. Jetzt will NRW-Wirt­schafts­mi­nis­ter Gar­relt Du­in (SPD) mit Leit­li­ni­en ge­gen­steu­ern, die vor al­lem die In­dus­trie im Land stär­ken sol­len. Ein An­satz, für den ei­ni­ges spricht: Die In­dus­trie trägt im Land nach wie vor ein Vier­tel zum Brut­to­in­lands­pro­dukt bei, ga­ran­tiert der SPD-Kern­wäh­ler­schaft ih­re Ar­beits­plät­ze.

Auch die Vor­schlä­ge selbst klin­gen sinn­voll: Bü­ro­kra­tie abbau­en, Di­gi­ta­li­sie­rung vor­an­trei­ben, In­fra­struk­tur aus­bau­en, Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen In­dus­trie und Hoch­schu­len för­dern. So sinn­voll, dass sich die Fra­ge stellt, war­um der Mi­nis­ter mit dem Kon­zept bis zum En­de der Le­gis­la­tur­pe­ri­ode war­te­te. Hin­zu kommt: Ei­ne Grup­pe aus Un­ter­neh­mern und Ge­werk­schaf­ten soll zwar kon­trol­lie­ren, ob NRW sei­nen Zie­len bei Wirt­schafts­wachs­tum und Bü­ro­kra­tie­ab­bau nä­her kommt. Doch kon­kre­te Kenn­zif­fern, an de­nen sich dies mes­sen lie­ße, gibt es noch nicht. Und nach der Wahl im Mai wird oh­ne­hin neu ge­mischt. BE­RICHT

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