CDU und SPD: Kraft­akt für Alt­stadt

Zu­sätz­li­che Leu­te für Ord­nungs­dienst und ein Küm­me­rer – es wird ge­han­delt.

Rheinische Post Moenchengladbach - - UNTERHALTUNG - VON DIE­TER WE­BER

Mehr als sie­ben Sei­ten stark wa­ren die „So­fort­maß­nah­men für Ord­nung und Si­cher­heit“, die CDURats­herr Mar­tin Hei­nen mit sei­nen Mit­strei­tern aus dem par­tei­in­ter­nen Ar­beits­kreis „Si­cher­heit/Sau­ber­keit“vor ei­ni­gen Mo­na­ten ent­wi­ckelt hat. Mit ei­nem gan­zen Maß­nah­men­bün­del woll­te der Ar­beits­kreis die Pro­ble­me in der heik­len Alt­stadt-Um­ge­bung an­ge­hen.

Jetzt leg­te die Rats­mehr­heit aus CDU und SPD ihr Kon­zept vor, wie sie die Si­tua­ti­on ver­bes­sern will. Es ist nicht so durch­grei­fend und um­fas­send wie das CDU-Stra­te­gie­pa­pier. Es ist, weil die SPD be­stimm­te For­de­run­gen wie et­wa den zeit­wei­sen Ein­satz von pri­va­ten Si­cher­heits­kräf­ten kei­nes­falls mit­tra­gen wird, deut­lich ge­glät­tet. „Aber ich kann da­mit le­ben. Mit un­se­ren ge­mein­sa­men Ent­schei­dun­gen schla­gen wir die rich­ti­ge Rich­tung ein“, sagt der In­nen­stadt-Po­li­ti­ker Hei­nen. Er macht aber auch deut­lich: „Nie­mand darf er­war­ten, dass das neue Per­so­nal schon gleich am 2. Ja­nu­ar im Di­enst ist. Das wird be­stimmt bis Früh­jahr dau­ern, bis die Stel­len be­setzt sind.“

Hei­nen meint die vier Stel­len, mit de­nen der Kom­mu­na­le Ord­nungs­dienst (KOS) von jetzt zwölf auf dann 16 Mit­ar­bei­ter auf­ge­stockt wer­den soll. Gera­de die­se Ent­schei­dung freut ihn. „Da­mit kön­nen wir wei­te­re zwei Dop­pel­schich­ten be­set­zen. Das hilft bei der For­de­rung, dass der KOS mit­tel­fris­tig auch nachts un­ter­wegs sein soll“, sagt er. Da­zu pas­se, den kom­mu­na­len Ord­nungs­hü­tern bei der Fort- und Wei­ter­bil­dung zu hel­fen. Hei­nen: „Die KOS-Mit­ar­bei­ter müs­sen auf un­ter­schied­li­che Si­tua­tio­nen an­ge­mes­sen re­agie­ren. Da­für müs­sen wir sie ver­nünf­tig aus­bil­den. Das pas­siert, weil wir da­für Geld be­reit­stel­len.“

Auch der Ein­satz ei­nes so­ge­nann­ten Küm­me­rers, für den sich die SPD stark­ge­macht hat, kommt im CDU-Ar­beits­kreis gut an. Hei­nen: „Da­mit hat die Gro­Ko zwei wich­ti­ge Po­si­tio­nen durch­ge­setzt. Das ist für die Stadt ein Kraft­akt und auf­grund ih­rer fi­nan­zi­el­len Si­tua­ti­on kei­ne Wünsch-Dir-was-Ak­ti­on.“Al­ler­dings wird der Küm­me­rer mit­tel­fris­tig in der gan­zen Stadt ein­ge­setzt.

CDU und SPD drän­gen in ih­rem ge­mein­sa­men An­trag dar­auf, dass „zeit­nah“So­fort­maß­nah­men um­ge­setzt wer­den, die die Be­zirks­ver­tre­tung Nord be­reits Mit­te 2012 be­schlos­sen hat. Da­zu zäh­len ge­mein­sa­me Alt­stadt-Rund­gän­ge von Po­li­zei, Ju­gend­amt und KOS, ei­ne bes­se­re Be­leuch­tung, ei­ne Über­prü­fung der Sperr­stun­den­re­ge­lung, ein Park­kon­zept so­wie die Ent­fer­nung de­fek­ter und über­flüs­si­ger Schil­der. Bei der Um­set­zung, dar­auf le­gen die Gro­Ko-Po­li­ti­ker gro­ßen Wert, sind die An­woh­ner der Alt­stadt, die Alt­stadt­in­itia­ti­ve und der Club der Wir­te ak­tiv ein­zu­be­zie­hen.

RP-ARCHIV: BRETZ

CDU-Po­li­ti­ker Mar­tin Hei­nen: „Das ist die rich­ti­ge Rich­tung.“

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