Glad­ba­cher tö­te­te Frau und 17-Jäh­ri­gen in Niederkrüchten

Rheinische Post Moenchengladbach - - UNTERHALTUNG -

(an­gr/mrö/skr) Ei­ne Fa­mi­li­en­tra­gö­die mit drei To­ten vom Sonn­tag­nach­mit­tag in Niederkrüchten hat in Mön­chen­glad­bach gro­ße Be­trof­fen­heit aus­ge­löst. Ein 43-Jäh­ri­ger aus Mön­chen­glad­bach hat­te dort sei­ne frü­he­re Le­bens­ge­fähr­tin (45) und de­ren 17 Jah­re al­ten Sohn mit ei­ner Pis­to­le er­schos­sen und sich da­nach selbst ge­tö­tet. Auch die Frau kommt aus Mön­chen­glad­bach, sie ist in Rhe­ydt zur Schu­le ge­gan­gen. Die 45-Jäh­ri­ge hat­te die Be­zie­hung mit dem Mann vor we­ni­gen Wo­chen be­en­det. Seit Mai 2013 wa­ren die bei­den ein Paar ge­we­sen. Zwei wei­te­re Kin­der der Frau wa­ren zur Tat­zeit nicht in der Woh­nung, son­dern bei ih­rem leib­li­chen Va­ter.

Die Er­mitt­ler ge­hen von ei­ner Be­zie­hungs­tat aus. Die Lei­chen sol­len am Di­ens­tag in der Düs­sel­dor­fer Rechts­me­di­zin ob­du­ziert wer­den. Die Er­mitt­lun­gen zu den Hin­ter­grün­den und zu dem Mo­tiv der Tat dau­ern noch an. „Wir kön­nen am Di­ens­tag wahr­schein­lich mehr sa­gen“, sag­te Po­li­zei­spre­cher Jür­gen Lüt­zen. Nach bis­he­ri­gen Er­kennt­nis­sen war der 43-Jäh­ri­ge be­geis­ter­ter Sport­schüt­ze. Er war im Be­sitz ei­nes Waf­fen­scheins und durf­te le­gal Kurz- und Lang­waf­fen be­sit­zen. Er be­wahr­te die Waf­fen „vor­schrifts­mä­ßig“, wie es hieß, zu Hau­se in ei­nem se­pa­ra­ten Waf­fen­schrank auf, Waf­fen und Mu­ni­ti­on ge­trennt von­ein­an­der. In Mön­chen­glad­bach war der 43-Jäh­ri­ge in ei­nem Sport­schüt­zen-Club ak­tiv. Zeit­wei­se gin­gen die Mit­glie­der dem Schieß­sport in Weg­berg und zu­letzt in Al­den­ho­ven bei Dü­ren nach. Dem­nächst steht der Wech­sel an ei­nen Schieß­stand in Mön­chen­glad­bach an.

Der 43-Jäh­ri­ge, der im­mer wie­der an Schieß­stän­den in Weg­berg und Düs­sel­dorf trai­nier­te, nahm für sei­nen Club auch re­gel­mä­ßig an Meis­ter­schaf­ten teil. So trat er im ver­gan­ge­nen Jahr et­wa bei der Be­zirks­meis­ter­schaft Kurz­waf­fe 25 Me­ter Prä­zi­si­on an, sein Na­me taucht in der Er­geb­nis­lis­te auf.

In Niederkrüchten ist die Trau­er groß. „Es fühlt sich fast so an, als sei die Zeit ste­hen­ge­blie­ben“, sagt Bür­ger­meis­ter Kal­le Was­song. Im Rat­haus der Ge­mein­de liegt ein Kon­do­lenz­buch aus, in das sich Trau­ern­de wäh­rend der Rat­hau­s­öff­nungs­zei­ten mon­tags bis frei­tags von 8.30 Uhr bis 12 Uhr so­wie mitt­wochs von 14 bis 17 Uhr ein­tra­gen kön­nen. Nord­rhein-West­fa­len

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