Rund 90 Fir­men in­for­mie­ren sich über Flücht­lin­ge

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALE WIRTSCHAFT -

(RP) Das neue In­te­gra­ti­ons­ge­setz ist in Kraft ge­tre­ten. Da­durch er­ge­ben sich vie­le Vor­tei­le für Un­ter­neh­men bei der Ein­stel­lung von Flücht­lin­gen. „Den­noch sind wich­ti­ge Punk­te zu be­rück­sich­ti­gen, um ei­ne er­folg­rei­che In­te­gra­ti­on zu ge­währ­leis­ten“, weiß Pe­tra Pi­gerl-Radtke von IHK Mitt­le­rer Nie­der­rhein. Des­halb hat­te die Ge­schäfts­füh­re­rin des IHK-Be­reichs Aus- und Wei­ter­bil­dung zu der Ver­an­stal­tung „Recht­li­che Rah­men­be­din­gun­gen zur be­trieb­li­chen In­te­gra­ti­on von Flücht- lingen“in die IHK in Mön­chen­glad­bach ein­ge­la­den. Rund 90 in­ter­es­sier­te Un­ter­neh­men wa­ren die­ser Ein­la­dung ge­folgt.

„Wir möch­ten ei­nen Über­blick über die Än­de­run­gen des In­te­gra­ti­ons­ge­set­zes ge­ben und Mög­lich­kei­ten auf­zei­gen, wo­durch Sie Un­ter­stüt­zung bei Ih­rer Fach­kräf­te­si­che­rung er­hal­ten kön­nen“, wand­te sich Pi­gerl-Radtke an die Teil­neh­mer. Die Will­kom­mens­lot­sen der IHK sei­en da­zu die rich­ti­gen An­sprech­part­ner: Sil­ke Fuchs und La­win Os- man ste­hen den Un­ter­neh­men des Kam­mer­be­zirks als Ver­mitt­ler und Be­ra­ter bei der In­te­gra­ti­on von Flücht­lin­gen zur Sei­te. „Vor al­lem in klei­nen und mitt­le­ren Un­ter­neh­men wol­len wir Aus­bil­dungs- und Qua­li­fi­zie­rungs­mög­lich­kei­ten ak­qui­rie­ren“, so Os­man. Wie groß das In­ter­es­se sei­tens der Un­ter­neh­men sei, Flücht­lin­ge ein­zu­stel­len, zeig­te sich auch dar­an, dass im Lau­fe der Ver­an­stal­tung zahl­rei­che in­di­vi­du­el­le Be­ra­tungs­ter­mi­ne mit den Will­kom­mens­lot­sen ver­ein­bart wur­den.

Als Do­zen­ten konn­ten Bär­bel Jung­bluth, Alex­an­dra Fors­ter so­wie Björn Blan­ka­ert ge­won­nen wer­den. Die Ex­per­ten von der Bun­des­agen­tur für Ar­beit in­for­mier­ten über För­der­mit­tel-In­stru­men­te, die von Fir­men ab­ge­ru­fen wer­den kön­nen. Nor­bert Ho­tes, Be­zirks­lei­ter der DAK-Ge­sund­heit, re­fe­rier­te zum The­ma Kran­ken- und So­zi­al­ver­si­che­rungs­schutz. „Al­le drei Re­fe­ren­ten ha­ben mit ih­ren Vor­trä­gen da­zu bei­ge­tra­gen, in­ter­es­sier­ten Un­ter­neh­men mehr Si­cher­heit bei der be- trieb­li­chen In­te­gra­ti­on von Flücht­lin­gen zu ge­ben“, so Pi­gerl-Radtke.

Fuchs und Os­man be­rich­te­ten aus der Pra­xis: „Fir­men er­kun­di­gen sich bei uns, wel­che Prak­ti­kums­mög­lich­kei­ten es gibt, was beim Auf­ent­halts­sta­tus zu be­ach­ten ist oder wel­che Bran­chen ers­te Prak­ti­ka für Flücht­lin­ge an­bie­ten.“Auch Fra­gen wie „Wel­che Be­son­der­hei­ten sind bei ei­ner Ein­stel­lung zu be­ach­ten?“oder „Wie fin­den Un­ter­neh­men Be­wer­ber aus dem Kreis der Flücht­lin­ge?“wür­den oft ge­stellt.

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