NRW: Pfle­ge­be­dürf­tig­keit steigt ra­sant

Bis 2060 könn­te sich die Zahl auf ei­ne Mil­li­on Men­schen na­he­zu ver­dop­peln.

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE - VON DET­LEV HÜWEL

DÜSSELDORF Die Zahl der pfle­ge­be­dürf­ti­gen Men­schen in NRW wird in Zu­kunft wei­ter stei­gen. Der­zeit sind 581.000 Men­schen be­trof­fen. Das Sta­tis­ti­sche Lan­des­amt rech­net für das Jahr 2060 mit ei­nem An­stieg auf bis zu ei­ne Mil­li­on Frau­en und Män­ner. Laut Prä­si­dent Hans-Jo­sef Fi­scher wer­den die Krei­se von die­ser Ent­wick­lung stär­ker be­trof­fen sein als die grö­ße­ren Städ­te. Der Grund da­für ist die un­ter­schied­li­che Ein­woh­ner­struk­tur: In den Städ­ten ist der An­teil jun­ger Leu­te an der Be­völ­ke­rung hö­her als in den Krei­sen. Aber auch dort gibt es Un­ter­schie­de. Ei­ne star­ke Zu­nah­me der Pfle­ge­be­dürf­tig­keit er­war­ten die Sta­tis­ti­ker im Kreis Coes­feld. Bei gleich- blei­ben­den Pfle­ge­quo­ten dürf­te hier die Zahl der Pfle­ge­be­dürf­ti­gen bis 2040 um 75 Pro­zent zu­neh­men. Auch in den Krei­sen Heins­berg (plus 61 Pro­zent) und Kle­ve (56) wird mit ei­ner star­ken Zu­nah­me ge- Hans-Jo­sef Fi­scher Prä­si­dent des Sta­tis­ti­schen Lan­des­amts rech­net; ge­rin­ger fällt sie in den Krei­sen We­sel (45) und im RheinK­reis Neuss (49) aus. Der nied­rigs­te Zu­wachs wird ver­mut­lich in Duis­burg (plus 12,8 Pro­zent) zu ver­zeich­nen sein. In Düsseldorf soll er IT zu­fol­ge 29 Pro­zent be­tra­gen.

Von den 17,9 Mil­lio­nen Ein­woh­nern Nord­rhein-West­fa­lens sind 3,7 Mil­lio­nen oder 20,6 Pro­zent 65 Jah­re oder äl­ter (Stand: En­de 2013). Da­mit ge­hört be­reits je­der Fünf­te zur „Ge­ne­ra­ti­on 65plus“. NRW liegt al­ler­dings un­ter dem Bun­des­durch­schnitt von 21,1 Pro­zent. In den ost­deut­schen Län­dern be­trägt der An­teil bis zu 25 Pro­zent (Sach­sen-An­halt). Im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich ran­giert NRW im Mit­tel­feld. Ir­land weist mit 13 Pro­zent die nied­rigs­te Quo­te bei der „Ge­ne­ra­ti­on 65 plus“auf. Die NRW-Sta­tis­ti­ker ge­hen da­von aus, dass 65-jäh­ri­ge Män­ner ei­ne ver­blei­ben­de Le­bens­er­war­tung von 17 Jah­ren und fünf Mo­na­ten ha­ben, wäh­rend es bei den Frau­en 20 Jah­re und sie­ben Mo­na­te sind. Leit­ar­ti­kel

„Je­der Fünf­te in NRW ge­hört der Ge­ne­ra­ti­on 65 plus an“

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