Atom­kon­zer­ne er­rin­gen Teil­er­folg vor Ge­richt

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

KARLS­RU­HE (anh/mar) Fünf Jah­re nach der Atom­wen­de ha­ben Eon, RWE und Vat­ten­fall vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ei­nen klei­nen Er­folg er­zielt. Die Rich­ter spra­chen den Kon­zer­nen für In­ves­ti­tio­nen, die sie im Ver­trau­en auf ei­ne Lauf­zeit-Ver­län­ge­rung ge­tä­tigt hat­ten, ei­nen Aus­gleich zu. Zu­dem hät­te die Re­gie­rung zu­ge­sag­te Ver­stro­mungs­men­gen nicht oh­ne Aus­gleich strei­chen dür­fen. Die An­le­ger freu­te es: Die EonAk­tie leg­te zeit­wei­se um 3,5 Pro­zent zu, die von RWE um zwei Pro­zent.

Doch aus Zah­lun­gen von 19 Mil­li­ar­den Eu­ro, auf die die Kon­zer­ne ge­setzt hat­ten, wird nichts. Al­len­falls ein paar Hun­dert Mil­lio­nen wer­de man be­kom­men, schätzt man in Kon­zern­krei­sen. Im Grund­satz be­stä­tig­ten die Rich­ter die Politik. Die schwarz-gel­be Bun­des­re­gie­rung hat­te 2011 nach dem Un­glück von Fu­kus­hi­ma den Aus­stieg be­schlos­sen. Das sei „im We­sent­li­chen“mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar.

NRW-Wirt­schafts­mi­nis­ter Gar­relt Du­in (SPD) sag­te: „Die Steu­er­zah­ler müs­sen die Ze­che für die schlech­te Politik von Frau Mer­kel zah­len.“Mer­kel hat­te 2010 die Lauf­zei­ten erst ver­län­gert, dann ver­kün­de­te sie 2011 den Aus­stieg. Bis 2018 muss der Ge­setz­ge­ber nun den Aus­gleich re­geln. Die­ser kann auch in Form von Lauf­zeit-Ver­län­ge­run­gen für ein­zel­ne Mei­ler er­fol­gen. Das lehn­te der Bund für Um­welt und Na­tur­schutz ab: Die Ri­si­ken er­for­der­ten ei­nen un­ver­züg­li­chen Aus­stieg. Leit­ar­ti­kel Wirtschaft

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