So­lin­ger Po­li­zist und AfD-Mit­glied droht Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren

Rheinische Post Moenchengladbach - - NORDRHEIN-WESTFALEN -

SO­LIN­GEN (jra) We­gen sei­ner Äu­ße­run­gen über Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel und Jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas muss Po­li­zist und AfD-Mit­glied Diet­mar Ge­dig aus So­lin­gen mit Kon­se­quen­zen rech­nen. Das zu­stän­di­ge Po­li­zei­prä­si­di­um in Wup­per­tal prüft ein Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren ge­gen ihn we­gen „au­ßer­dienst­li­cher Wohl­ver­hal­tens­pflicht“, der Po­li­zis­ten laut Lan­des­be­am­ten­ge­setz un­ter­lie­gen.

Bei ei­ner Wahl­ver­samm­lung der NRW-AfD am Wo­che­n­en­de hat­te Ge­dig die Kanz­le­rin als „kri­mi­nell“und „wahn­sin­nig“be­zeich­net und ge­for­dert, Hei­ko Maas „weg­zu­sper­ren“. Mit sei­ner Re­de be­warb er sich er­folg­reich auf ei­nen Lis­ten­platz für die NRW-Land­tags­wahl. Dass er sich als Po­li­zist vor­stell­te, könn­te ihm zum Ver­häng­nis wer­den: „Wer sein Amt mit sei­nem Be­ruf als Po­li­zist ver­bin­det, kann sich nicht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung be­ru­fen“, so ein Spre­cher der Po­li­zei Wup­per­tal. Was Ge­dig wie ge­sagt ha­be, wer­de jetzt ge­prüft. Schlimms­ten­falls dro­he ihm ei­ne Rü­ge.

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