Po­li­zei­prä­si­di­um: Noch ein Jahr Bau­zeit

In Kürze soll der In­nen­aus­bau in dem Neu­bau-Kom­plex wie­der an­lau­fen. Wahr­schein­lich En­de 2017 oder An­fang 2018 soll der Bau be­zugs­fer­tig sein. Wie sich der Streit um die Ver­ga­be für die Kli­ma­tech­nik auf die Kos­ten aus­wirkt, ist of­fen.

Rheinische Post Moenchengladbach - - FERNSEHEN - VON ANDRE­AS GRUHN

Der Still­stand beim In­nen­aus­bau des neu­en Po­li­zei­prä­si­di­ums an der Kre­fel­der Stra­ße ist be­en­det. In vie­len kah­len Räu­men la­gert be­reits fri­sches Ar­beits­ma­te­ri­al. Das Un­ter­neh­men, das Hei­zungs- und Kli­ma­tech­nik ein­bau­en soll, ist der­zeit da­bei, die Baustelle ein­zu­rich­ten. Par­al­lel da­zu wird ein neu­er Zeit­plan für 2017 er­ar­bei­tet. An­fang Ja­nu­ar sol­len die Ar­bei­ten an dem Ge­werk be­gin­nen und En­de 2017 ab­ge­schlos­sen sein. Ma­this Wies­sel­mann Po­li­zei­prä­si­dent

Ein end­gül­ti­ger Ein­zugs­ter­min steht noch nicht fest, die Po­li­zei geht nach In­for­ma­tio­nen un­se­rer Re­dak­ti­on da­von aus, dass es wahr­schein­lich An­fang 2018 wer­den wird, bis die rund 800 Be­am­ten ih­ren Di­enst in dem Neu­bau am Stadt­rand auf­neh­men wer­den. „Der Jah­res­wech­sel 2017/18 ist un­se­re Wunsch­vor­stel­lung“, sagt Po­li­zei­prä­si­dent Ma­this Wies­sel­mann nach ei­ner Be­ge­hung der Baustelle. Das wä­re un­term Strich ein gu­tes Jahr Ver­spä­tung – un­ge­fähr der Zei­t­raum, in dem die Be­schwer­de um die um­strit­te­ne Ver­ga­be des Ge­werks Kli­ma­tech­nik oh­ne Be­ar­bei­tung bei der Ver­ga­be­kam­mer Rhein­land schlum­mer­te. Weil die Fir­ma, die den Zu­schlag er­hal­ten hat­te, auf- grund der Ver­zö­ge­run­gen ent­nervt auf­gab, hat­te sich das Ver­fah­ren im Ok­to­ber au­ßer­ge­richt­lich er­le­digt. Jetzt kommt die Fir­ma, die die Be­schwer­de ein­ge­reicht hat­te, zum Zug.

„Die Ge­sprä­che mit der Fir­ma, die die Ar­bei­ten jetzt aus­füh­ren wird, lau­fen gut“, sagt Lia­ne Ger­ar­di, Spre­che­rin des zu­stän­di­gen Bau­und Lie­gen­schafts­be­triebs (BLB) des Lan­des NRW in Duis­burg. An­de- re Tä­tig­kei­ten, die im In­nen­aus­bau er­le­digt wer­den müs­sen, müs­sen sorg­sam in die neue Zeit­pla­nung in­te­griert wer­den. „Al­les muss zu­rück auf die Baustelle“, so Ger­ar­di. Die Ge­wer­ke Ma­ler­ar­bei­ten, Bo­den­be- lä­ge und Flie­sen wa­ren we­gen der lan­ge Zeit un­kla­ren Rechts­la­ge gar nicht erst aus­ge­schrie­ben wor­den. Das soll nun im kom­men­den Jahr ge­sche­hen. Weil der fer­ti­ge Roh­bau in der Käl­te be­heizt wer­den muss, hat der BLB nun auf der Rück­sei­te des Ge­bäu­des Heiz­lüf­ter auf­ge­baut. Die wer­den von Die­sel-Ag­gre­ga­ten an­ge­trie­ben, und Ven­ti­la­to­ren in den Flu­ren ver­tei­len die Wär­me im ge­sam­ten Ge­bäu­de.

Un­ter­des­sen müs­sen die Po­li­zei­be­am­ten noch ein Jahr im al­ten Ge­bäu­de-Kom­plex an der Theo­dorHeuss-Stra­ße aus­hal­ten. Da­für sind stel­len­wei­se so­gar noch ein­mal Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten not­wen­dig. Denn das al­te Po­li­zei­prä­si­di­um ist in höchs­tem Ma­ße sa­nie­rungs­be­dürf­tig, wie es beim BLB zu­letzt hieß. Zwi­schen­zeit­lich hat­ten so­gar Rohr­bruch und Aus­fall der al­ten Hei­zung da­zu ge­führt, dass kei­ne ein­zi­ge der ins­ge­samt 13 Zel­len im Ge­wahr­sam mehr ge­nutzt wer­den konn­te. Die Fest­ge­nom­me­nen muss­ten in an­de­ren Po­li­zei­ge­wahr­sa­men in Kre­feld oder Vier­sen un­ter­ge­bracht wer­den.

Po­li­zei­prä­si­dent Ma­this Wies­sel­mann be­tont: „Wir kön­nen mit der vor­han­de­nen Tech­nik noch her­vor­ra­gend ar­bei­ten, auch wenn sie nicht zu­kunfts­fä­hig ist.“Im neu­en Ge­bäu­de wird es zum Bei­spiel ei­ne kom­plett neue Leit­stel­le ge­ben.

Wie sich die Ver­zö­ge­run­gen am En­de auf die Kos­ten aus­wir­ken wird, ist noch un­klar. Dass der Kos­ten­rah­men von 70 Mil­lio­nen Eu­ro für Ge­bäu­de und In­fra­struk­tur noch ge­hal­ten wer­den kann, dar­an glaubt nie­mand.

„Der Jah­res­wech­sel 2017/18 wä­re un­se­re Wunsch­vor­stel­lung“

FO­TO: THEO TITZ

Die Rück­sei­te der Baustelle des neu­en Po­li­zei­prä­si­di­ums an der Kre­fel­der Stra­ße. Heiz­lüf­ter, die von Die­sel­ag­gre­ga­ten an­ge­trie­ben wer­den, pum­pen war­me Luft ins Ge­bäu­de.

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