Po­li­zei: Mör­der sag­te, er wol­le Bröt­chen ho­len

Nach der Ob­duk­ti­on der drei in Niederkrüchten ge­tö­te­ten Men­schen steht für die Po­li­zei fest: Es war ei­ne Be­zie­hungs­tat.

Rheinische Post Moenchengladbach - - FERNSEHEN - VON MAR­TIN RÖ­SE

Die Ob­duk­ti­on der drei bei ei­nem Fa­mi­li­en­dra­ma in Niederkrüchten ge­tö­te­ten Men­schen hat die bis­he­ri­gen Er­mitt­lun­gen der Mord­kom­mis­si­on be­stä­tigt: „Dem­nach han­delt es sich um ei­ne Be­zie­hungs­tat, wo­bei die Mo­ti­va­ti­on nach jet­zi­gen Er­kennt­nis­sen da­rin lie­gen dürf­te, dass der 43-Jäh­ri­ge die Tren­nung nicht ver­kraf­te­te“, er­klär­te ein Po­li­zei­spre­cher. Der Mann – ein Sport- schütze aus Mön­chen­glad­bach – hat­te sei­ne ehe­ma­li­ge Le­bens­ge­fähr­tin und de­ren Sohn mit ei­ner Pis­to­le er­schos­sen und an­schlie­ßend die Waf­fe ge­gen sich selbst ge­rich­tet. „Die­se Pis­to­le ist die ein­zi­ge am Tat­ort vor­ge­fun­de­ne Waf­fe“, er­klär­te der Po­li­zei­spre­cher.

Zwi­schen­zeit­lich hat die Mord­kom­mis­si­on den Ablauf der Tat re­kon­stru­iert. Nach der Tren­nung vor ei­ni­gen Wo­chen war der 43-Jäh­ri­ge wie­der bei ei­ner ehe­ma­li­gen Freun- din in Mön­chen­glad­bach ein­ge­zo­gen, hielt sich aber auch bei Freun­den auf. Als er dann am Sonn­tag­mor­gen die Woh­nung der Freun­din in Glad­bach ver­ließ, sag­te er, er wol­le nur Bröt­chen ho­len – doch er kam nicht wie­der.

Al­le Ver­su­che der Frau, ihn te­le­fo­nisch oder per Nach­richt zu er­rei­chen, sei­en ge­schei­tert. Weil die Freun­din ein un­gu­tes Ge­fühl hat­te, rief sie bei ei­ner Ver­wand­ten der Frau an, die ih­rer­seits die Po­li­zei in- for­mier­te. Als die Ein­satz­kräf­te an der Woh­nung der Frau in Niederkrüchten an­ka­men, war es be­reits zu spät. Wel­che Zeit­span­ne zwi­schen dem An­ruf und der An­kunft am Tat­ort lag, teil­te die Po­li­zei un­se­rer Re­dak­ti­on nicht mit.

„Er­mitt­lun­gen am Tat­ort und die Ob­duk­tio­nen er­ga­ben, dass die 45Jäh­ri­ge und ihr 17-jäh­ri­ger Sohn durch meh­re­re Schüs­se aus ei­ner Pis­to­le des 43-Jäh­ri­gen ge­tö­tet wur­den und die­ser an­schlie­ßend die Waf­fe ge­gen sich selbst rich­te­te“, hieß es. Bei der Tat­waf­fe han­delt es sich um ei­ne auf den Na­men des 43jäh­ri­gen Sport­schüt­zen ein­ge­tra­ge­ne Pis­to­le des Her­stel­lers Glock. Ne­ben die­ser Pis­to­le ver­füg­te der Mann über ei­ne wei­te­re Kurz­waf­fe und drei Ge­weh­re, die er bei sei­nem Aus­zug mit­nahm und die er be­rech­tigt als Sport­schüt­ze in sei­nem Be­sitz hat­te. Die Waf­fen des 43-Jäh­ri­gen wur­den zwi­schen­zeit­lich si­cher­ge­stellt, teil­te die Po­li­zei mit.

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