In ei­ge­ner Sa­che

Rheinische Post Moenchengladbach - - LESERBRIEFE - Gus­tav Peu­ker 41066 Mön­chen­glad­bach

Zu „Start­schuss für den Ren­ten­Wahl­kampf“(RP vom 26. No­vem­ber): Mitt­ler­wei­le muss man ja schon ein schlech­tes Ge­wis­sen ha­ben, wenn man zu den Bun­des­bür­gern ge­hört, die der Politik so vie­le Pro­ble­me be­rei­ten: Ren­ten­ni­veau und Min­dest­ren­te, Al­ters­ar­mut, Grund­si­che­rung, Müt­ter­ren­te, Be­triebs­ren­te, Ries­ter-Ren­te, Er­werbs­min­de­rungs­ren­te und Ost-Ren­ten­ni­veau, um nur ei­ni­ge der ak­tu­el­len Streithe­men im Bun­des­tag zu nen­nen. Aber auch die Fol­gen für die der­zeit Be­schäf­tig­ten müs­sen ge­re­gelt wer­den, zum Bei­spiel: der Bei­trags­satz in die Ren­ten­kas­se, der Min­dest­lohn, die Be­gren­zung des Ren­ten­ni­veaus und die Fi­nan­zie­rung des „De­mo­gra­fie­zu­schus­ses(?)“aus dem Bun­des­haus­halt. Das ist für Be­am­te und Pen­sio­nä­re deut­lich bes­ser ge­re­gelt. Die Pen­si­on rich­tet sich ein­fach nach der letz­ten Be­sol­dungs­stu­fe und liegt bei et­wa 70 Pro­zent. Zur Er­in­ne­rung: Das der­zei­ti­ge Ren­ten­ni­veau liegt bei rund 48 Pro­zent, aber vom Durch­schnitts­lohn al­ler Be­schäf­tig­ten be­rech­net. Die For­de­run­gen nach ei­ner Min­dest­be­sol­dung oder Min­dest­pen­si­on bei Be­am­ten gibt es nicht. Al­ters­ar­mut scheint es auch nicht zu ge­ben. Ist der Staat der bes­se­re Ar­beit­ge­ber, der al­les im Griff hat? Wirt­schafts­ex­per­ten be­rich­ten von Zeit zu Zeit über die Ent­wick­lung der Aus­ga­ben für die Staats­be­diens­te­ten. Sie pro­gnos­ti­zie­ren, dass die­se in be­acht­li­che Hö­hen an­wach­sen wer­den. Das wä­re ein The­ma für den Bun­des­tag. Hier könn­ten po­li­ti­sche Be­am­te mal in ei­ge­ner Sa­che tä­tig wer­den, da­mit nicht wie­der die En­kel al­les schul­tern müs­sen.

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