Nur ar­beits­frei?

Rheinische Post Moenchengladbach - - LESERBRIEFE - Ralf-Pe­ter Be­cker 41470 Neuss

Man kann so wie das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt über Ak­ti­vi­tä­ten am Kar­frei­tag ur­tei­len. Schließ­lich le­ben wir in der Bun­des­re­pu­blik, und die ist ein Rechts­staat. Was al­ler­dings nicht ver­ständ­lich ist, ist die „Wer­tung“sol­cher Ta­ge als ge­setz­li­che Fei­er­ta­ge. Neu­jahr, Kar­frei­tag, Os­tern, Pfings­ten und Weih­nach­ten sind in der Bun­des­re­pu­blik so­ge­nann­te ge­setz­li­che Fei­er­ta­ge, wo­bei die letz­ten vier auf christ­li­chen Tra­di­tio­nen fu­ßen. Wenn die Ge­sell­schaft in wei­ten Tei­len „ent­christ­licht“ist, stellt sich doch die Fra­ge, wel­chen Wert die ge­nann­ten Ta­ge für die­se Be­völ­ke­rungs­grup­pen ha­ben. Und da stellt sich für mich die Fra­ge, war­um Men­schen, die nichts mit dem In­halt sol­cher Fei­er­ta­ge am Hut ha­ben, nicht die mo­ra­li­sche Stär­ke be­sit­zen, ih­rem Ar­beit­ge­ber oder eh­ren­amt­li­chen In­sti­tu­tio­nen un­ent­gelt­lich an sol­chen Ta­gen ih­re Ar­beits­kraft zur Ver­fü­gung zu stel­len? Das wä­re ei­ne ge­sell­schaft­lich zu ach­ten­de Po­si­ti­on. Da­vor wür­de ich mei­nen Hut zie­hen!

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