Köl­ner Cha­os: Rot-Grün hat kei­ne Fra­gen mehr an Kraft

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

DÜS­SEL­DORF (hüw) Im Zu­sam­men­hang mit der Köl­ner Sil­ves­ter­nacht ha­ben Ver­tre­ter von SPD, Grü­nen und Pi­ra­ten ges­tern Ein­blick in die Te­le­fon­ver­bin­dungs­da­ten von Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Han­ne­lo­re Kraft (SPD) und an­de­rer Re­gie­rungs­mit­glie­der neh­men kön­nen. Es geht um die Fra­ge, wer von der Re­gie­rungs­spit­ze mit wem Kon­takt hat­te und über das Aus­maß der Über­grif­fe in­for­miert ge­we­sen sein könn­te.

Kraft hat­te ei­des­statt­lich ver­si­chert, dass sie von De­tails zu­nächst nichts ge­wusst und auch kei­ne ent­spre­chen­den Ge­sprä­che ge­führt ha­be. Die An­ga­ben hät­ten sich voll und ganz be­stä­tigt, be­ton­ten Han­sWil­li Körf­ges (SPD), Mat­thi Bol­te (Grü­ne) und Si­mo­ne Brand (Pi­ra­ten) nach der Ein­sicht­nah­me. Es ge­be da­her „kei­ne wei­te­ren Fra­gen“. Die drei Po­li­ti­ker konn­ten die Ver­bin­dungs­num­mern Te­le­fon­ge­sprä­chen vom 1. bis 4. Ja­nu­ar ein­se­hen, wo­bei die letz­ten drei Zif­fern ge­schwärzt wa­ren. Aber auch so sei klar ge­we­sen, um wel­che Ge­sprächs­part­ner es sich ge­han­delt ha­be, hieß es an­schlie­ßend. CDU und FDP hat­ten Krafts An­ge­bot ab­ge­lehnt. Sie wol­len mit ei­ner Kla­ge vor dem Ver­fas­sungs­ge­richt die Ein­sicht­nah­me in wei­te­re Un­ter­la­gen aus der Staats­kanz­lei er­zwin­gen.

We­gen se­xu­el­ler De­lik­te, Raub oder Ta­schen­dieb­stahl in der Köl­ner Sil­ves­ter­nacht sind bis­lang 1222 Straf­an­zei­gen ge­stellt wor­den. Bis­lang wur­den le­dig­lich 18 der 333 iden­ti­fi­zier­ten mut­maß­li­chen Tä­ter rechts­kräf­tig ver­ur­teilt.

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