Le­ver­ku­sen ge­winnt lo­cker ge­gen Mo­na­co

Im be­deu­tungs­lo­sen Grup­pen­spiel führt Yur­ch­en­ko Bay­er mit ei­nem Traum­tor aus 20 Me­tern auf die Sie­ger­stra­ße.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT - VON STE­FA­NIE SANDMEIER

LE­VER­KU­SEN Wenn es in ei­nem letz­ten Cham­pi­ons-Le­ague-Grup­pen­spiel we­der um das Wei­ter­kom­men noch um das Aus­spie­len der Plat­zie­rung geht, hat das meist nichts Gu­tes zu ver­hei­ßen. Das Aus­schei­den ist dann oft schon be­sie­gelt. Im Fall von Bay­er Le­ver­ku­sen, das in die­ser Sai­son bis­her mei­len­weit hin­ter den ei­ge­nen An­sprü­chen hin­ter­her hinkt, war das an­ders. Das Pa­ra­do­xe an der Si­tua­ti­on der Werks­elf: dass es aus­ge­rech­net im be­gehr­tes­ten Wett­be­werb des Klub-Fuß­balls sport­lich um nichts mehr ging. Un­ab­hän­gig vom 3:0 (1:0)-Er­folg ges­tern Abend zieht Geg­ner AS Mo­na­co als Grup­pen­ers­ter ins Ach­tel­fi­na­le ein, Bay­er als Zwei­ter.

Mo­na­cos Trai­ner Jar­dim mach­te die Be­deu­tung die­ser Par­tie für ihn in sei­ner Auf­stel­lung deut­lich und tausch­te gleich auf neun Po­si­tio­nen. Ro­ger Schmidt auf fünf. So sa­ßen Ben­ja­min Hen­richs, Charles Arán­guiz und Bernd Le­no bei­spiels­wei­se auf der Bank. Im Tor fei­er­te Ra­ma­zan Öz­can sein De­büt in der Kö­nigs­klas­se. Vor ihm spiel­ten Dan­ny da Cos­ta, Ju­li­an Baum­gart­lin­ger, Vl­ad­len Yur­ch­en­ko und Ste­fan Kieß­ling. Schmidt ließ im Vor­feld trotz­dem kei­nen Zwei­fel zu, dass sein Team die­ses ver­meint­lich un­be­deu­ten­de Du­ell nicht mit der nö­ti­gen Ein­stel­lung an­geht. Zu ernst ist die La­ge. Die zwölf­te Cham­pi­ons-Le­ague-Teil­nah­me ge­rät je­den­falls ge­hö­rig in Ge­fahr, soll­te die Werks­elf (Ta­bel­len­neun­ter) in der Li­ga nicht bald in den Er­folgs­mo­dus wech­seln.

In­so­fern taug­te der gest­ri­ge Er­folg, durch den die Werks­elf erst­mals un­ge­schla­gen ei­ne Grup­pen­pha­se be­en­de­te, viel­leicht da­zu, Selbst­ver­trau­en zu sam­meln für die nächs­te Auf­ga­be am Sonn­tag beim FC Schal­ke 04. Nach sie­ben Mi­nu­ten hat­te Chicha­ri­to die ers­te gu­te Chan­ce, in der 29. die zwei­te. Bei­de Ma­le aber stand ihm Mo­na­cos Tor­hü­ter Mor­gan de Sanc­tis im Weg. Da­für mel­de­te sich mit Vl­ad­len Yur­ch­en­ko ein Lang­zeit­ver­letz­ter ein­drucks­voll zu­rück. Der 22-Jäh­ri­ge hat­te nach ei­nem Wa­den­bein­bruch noch kein Pflicht­spiel in die­ser Spiel­zeit ab­sol­viert. Chicha­ri­tos Är­ger über sei­ne ver­pass­te Ge­le­gen­heit war noch nicht ganz ver­flo­gen, als Yur­ch­en­ko der Ball vor die Fü­ße flog, der aus 20 Me­tern ins rech­te obe­re Eck traf. Ei­ne ver­dien­te 1:0Füh­rung für die Le­ver­ku­se­ner. Mit dem 2:0 un­mit­tel­bar nach der Pau­se (48.) sorg­te Ju­li­an Brandt für die Ent­schei­dung.

Es passt aber ins Sai­son­bild, das Bay­er auch dies­mal nicht oh­ne Elf­me­ter (her­aus­ge­holt von Rob­bie Kru­se) aus­kam. Und noch mehr passt, dass der 3:0-Tref­fer nicht dem Schüt­zen Wen­dell zu­ge­spro­chen, der zu­nächst an die Lat­te schoss, son­dern als Ei­gen­tor ge­wer­tet wur­de. Es war al­so der fünf­te nicht ver­wer­te­te Straf­stoß in die­ser Sai­son. Aber das war ges­tern un­wich­tig.

FO­TO: REU­TERS

Bay­ers Vl­ad­len Yur­ch­en­ko fei­ert sein 1:0 ge­gen Mo­na­co.

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