Le­wan­dow­ski be­flü­gelt – Bay­ern im Auf­wind

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT -

MÜN­CHEN (sid) Ro­bert Le­wan­dow­ski hät­te am liebs­ten die gan­ze Welt um­armt. „Es war im­mer mein Traum, es auf dem Platz zu zei­gen, wenn mei­ne Frau schwan­ger ist. Das ist ein su­per Ge­fühl“, sag­te der wer­den­de Pa­pa mit ei­nem Strah­len im Ge­sicht nach dem 1:0-Pres­ti­ge­er­folg von Bay­ern Mün­chen in der Cham­pi­ons Le­ague ge­gen Vor­jah­res­fi­na­list At­lé­ti­co Ma­drid.

Nach sei­nem traum­haf­ten Frei­stoß­tref­fer (28.) hat­te sich der 28Jäh­ri­ge den Ball un­ter sein Tri­kot und den Dau­men in den Mund ge­steckt. „Das Tor war für sie und für das Kind im Bauch“, sag­te der Stür­mer­star. Sei­ne Frau Anna Le­wan­dow­s­ka sei im 5. Mo­nat. Die Mann­schaft wuss­te of­fen­bar nichts vom be­vor­ste­hen­den Ba­by­glück. Welt­meis­ter Mats Hum­mels mein­te mit ei­nem Schmun­zeln, er sei „aus dem Nichts ge­trof­fen wor­den“, ei­ni­ge Kol­le­gen hät­ten dann aber im Ju­bel­kreis di­rekt gra­tu­liert.

Le­wan­dow­ski scheint die be­vor­ste­hen­de Ge­burt sei­nes ers­ten Kin­des zu be­flü­geln. Schon beim 3:1 ge­gen Mainz am ver­gan­ge­nen Frei­tag über­zeug­te er mit zwei Tref­fern. Trai­ner Car­lo An­ce­lot­ti er­war­tet in den wich­ti­gen Bun­des­li­ga­spie­len vor Weih­nach­ten ge­gen Wolfs­burg, Darm­stadt und vor al­lem ge­gen Spit­zen­rei­ter Leip­zig ei­ne wei­te­re Stei­ge­rung von sei­nem Stür­mer­star. „Wenn du Va­ter wirst, bist du mo­ti­viert. Ich glau­be, dass er in Zu­kunft noch mo­ti­vier­ter sein wird“, sag­te An­ce­lot­ti.

Viel­leicht trägt zur ak­tu­el­len Form und zur gu­ten Lau­ne des Po­len aber auch bei, dass sei­ne sport­li­che Zu­kunft wohl ge­klärt ist. Seit Wo­chen ar­bei­tet der FC Bay­ern dar­an, den bis 2019 lau­fen­den Kon­trakt um wei­te­re zwei Jah­re aus­zu- deh­nen. „Es wird nicht mehr so lan­ge dau­ern, bis un­ter­schrie­ben wird“, sag­te Be­ra­ter Ma­ik Bart­hel kürz­lich dem „ki­cker“.

Bei so viel Le­wan­dow­ski er­scheint das Du­ell mit Leip­zig um die Bun­des­li­ga­spit­ze und die Aus­lo­sung des Ach­tel­fi­na­les in der Cham­pi­ons Le­ague am kom­men­den Mon­tag (12 Uhr) fast ne­ben­säch­lich. Oh­ne­hin se­hen die Bay­ern­spie­ler den kom­men­den Geg­ner in der Kö­nigs­klas­se, ob­wohl der so­gar FC Bar­ce­lo­na hei­ßen könn­te, mit gro­ßer Ge­las­sen­heit. „Wir neh­men, was wir krie­gen“, sag­te Thomas Mül­ler. Auch wenn der FC Bay­ern in Grup­pe D nur Zwei­ter ge­wor­den sei, „se­he ich uns in ei­ner gu­ten Po­si­ti­on“, füg­te der Stür­mer an.

Zu­mal sich die Münch­ner im Auf­wind be­fin­den. Das ver­dien­te 1:0 ge­gen At­lé­ti­co war zwar ab­ge­se­hen von ein biss­chen Pres­ti­ge und 1,5 Mil­lio­nen Eu­ro Sieg­prä­mie be­deu­tungs­los. Doch, so Hum­mels, „das war gut für das Selbst­ver­trau­en und das ei­ge­ne Ge­fühl“. Auch für Le­wan­dow­ski spielt der Sieg „theo­re­tisch kei­ne gro­ße Rol­le, aber für un­se­re Men­ta­li­tät und Psy­che ist es wich­tig“.

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