CDU strei­tet wei­ter über die dop­pel­te Staats­bür­ger­schaft

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

BER­LIN (may-/qua) Der CDU-Streit um die dop­pel­te Staats­bür­ger­schaft hat ges­tern wei­ter für Wir­bel ge­sorgt. Die CDU-Vi­ze­vor­sit­zen­den Vol­ker Bouf­fier und Ju­lia Klöck­ner wa­ren um Scha­dens­be­gren­zung be­müht. Nach­dem Klöck­ner beim Par­tei­tag das Vo­tum der De­le­gier­ten für ei­ne Ab­schaf­fung der dop­pel­ten Staats­bür­ger­schaft noch als „Aus­druck le­ben­di­ger De­mo­kra­tie“be­grüßt hat­te, be­schwich­tig­te sie ges­tern: Ein Par­tei­tag ste­he nicht da­für, dass am nächs­ten Tag der Ko­ali­ti­ons­ver­trag um­ge­wor­fen wer­de. Bouf­fier stuf­te das Vo­tum der De­le­gier­ten zu ei­nem „Stim­mungs­bild“her­ab.

Die Kri­tik von SPD, Grü­nen und Mi­gran­ten-Or­ga­ni­sa­tio­nen riss den­noch nicht ab. „Für die SPD ist da­mit klar, dass die Zeit der gro­ßen Ko­ali­ti­on zu En­de geht“, sag­te Mat­thi­as Miersch, Spre­cher des lin­ken SPD-Flü­gels. Es gab auch par­tei­in­ter­ne Kri­tik. Ce­mi­le Giou­s­ouf, in­te­gra­ti­ons­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Uni­ons­frak­ti­on, sag­te: „Ich per­sön­lich be­daue­re sehr, dass sich die Rück­kehr zur Op­ti­ons­pflicht durch­ge­setzt hat. Der JU kann ich nur ra­ten, stär­ker mit jun­gen Deutsch­tür­ken in den Dia­log ein­zu­tre­ten.“

Der Riss in der Uni­on ist tief. Der CDU-In­nen­po­li­tik-Ex­per­te Ar­min Schus­ter kri­ti­sier­te, dass Mer­kel den Par­tei­tags­be­schluss als falsch be­zeich­net ha­be: „Was An­ge­la Mer­kel da ge­macht hat, wird vie­le De­le­gier­te pro­vo­zie­ren. Der nächs­te Par­tei­tag wird nicht ein­fach wer­den.“Po­li­tik

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