Fal­sche EZB-Po­li­tik

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON GE­ORG WIN­TERS

Seit ein­ein­halb Jah­ren kauft die EZB An­lei­hen in der Hoff­nung, sie könn­te da­mit der wirt­schaft­li­chen Pro­ble­me in Eu­ro­pa Herr wer­den. Da­mit hat sie sich al­len Be­teue­run­gen zum Trotz längst zum Hand­lan­ger der Po­li­tik ge­macht, weil sie bald auf je­der drit­ten Staats­an­lei­he in Eu­ro­pa sitzt.

Das wä­re noch nicht mal so schlimm, wä­ren we­nigs­tens die öko­no­mi­schen Fol­gen des Dau­er-Geld­re­gens po­si­tiv. Pus­te­ku­chen. Die EZB schürt die Bla­sen­ge­fahr an Ak­ti­en- und Im­mo­bi­li­en­märk­ten, da sich die Prei­se dort teil­wei­se im­mer mehr von rea­len Wer­ten ent­fer­nen. Sie zwingt Pri­vat­in­ves­to­ren bei der Al­ters­vor­sor­ge, im­mer ris­kan­ter an­zu­le­gen, da für Klein­spa­rer kein Platz im gro­ßen An­lei­hen­ge­schäft ist. Sie ent­eig­net die­se Spa­rer, weil die In­fla­ti­on ei­nen Teil weg­frisst. Sie trägt da­zu bei, dass Staa­ten drin­gend not­wen­di­ge Re­for­men im­mer wei­ter ver­schie­ben kön­nen. Und in Ita­li­en zeich­net sich auch dank EZB-Hil­fe schon ab, dass Steu­er­zah­ler wie­der Ban­ken ret­ten müs­sen und nicht, wie es EURe­geln vor­schrei­ben, Ei­gen­tü­mer und Gläu­bi­ger. Fal­scher kann ei­ne Geld­po­li­tik kaum sein. BE­RICHT

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