Ein Hoch auf die Pro­vinz

Die meis­ten von uns hal­ten das Ren­dez­vous mit der Glo­ba­li­sie­rung nicht für den Be­ginn ei­ner Lie­bes­ge­schich­te. Die Men­schen wol­len be­haust sein.

Rheinische Post Moenchengladbach - - POLITIK -

In der fa­bel­haf­ten Por­trät­samm­lung „Was ein Ein­zel­ner ver­mag“des Münch­ner Jour­na­lis­ten He­ri­bert Prantl las ich die­se Sät­ze: „Wer Pro­vinz gleich­setzt mit Dumms­dorf, ist selbst pro­vinz­le­risch. Pro­vinz ist ein gu­tes Wort. Pro­vinz ist, wo Zu­sam­men­hän­ge über­schau­bar sind. Pro­vinz ist der Raum, in dem die Men­schen sich ken­nen. Die Welt muss pro­vin­zi­ell wer­den, dann wird sie mensch­lich. Pro­vinz ist die Über­schau­bar­keit der Macht­ver­hält­nis­se.“

Nun gibt es Zeit­ge­nos­sen, die da­von über­zeugt sind, dass der lie­be Gott ih­nen, die sie in Me­tro­po­len zu Hau­se sind, ei­ne Ex­trapor­ti­on Ver­stand mit­ge­ge­ben ha­be. Sie bli­cken auf Pro­vinz­ler her­ab. Wer er­lebt hat, wie ei­ne po­li­tisch-pu­bli­zis­ti­sche Ham­bur­ger Hoch­muts-Cr­ew über Hel­mut Kohl, „den Og­gers­hei­mer“, den „Mann mit dem pfäl­zi­schen Rund­ho­ri­zont“, ge­spot­tet hat, der weiß: Die wah­ren Ein­falts­pin­sel sind

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