In Ber­lin re­giert jetzt Rot-Rot-Grün

Rheinische Post Moenchengladbach - - POLITIK -

BER­LIN (RP) Knapp drei Mo­na­te nach der Ber­li­ner Ab­ge­ord­ne­ten­haus­wahl steht die bun­des­weit ers­te von der SPD ge­führ­te rot-rot-grü­ne Lan­des­re­gie­rung. Ges­tern ha­ben SPD, Lin­ke und Grü­ne ih­ren Ko­ali­ti­ons­ver­trag un­ter­zeich­net. Ins­ge­samt neun Spit­zen­po­li­ti­ker der drei Par­tei­en, dar­un­ter der al­te und neue Re­gie­ren­de Bür­ger­meis­ter Micha­el Mül­ler (SPD), setz­ten ih­re Un­ter­schrif­ten un­ter das 187 Sei­ten star­ke Re­gie­rungs­pro­gramm.

Mül­ler er­hielt bei sei­ner Wahl zum Re­gie­ren­den Bür­ger­meis­ter 88 von 158 Stimmen, sie­ben mehr als nö­tig. Gleich­wohl fehl­ten ihm meh- re­re Stimmen aus dem Re­gie­rungs­la­ger – die neue Ko­ali­ti­on kommt zu­sam­men auf 92 Ab­ge­ord­ne­te. Bei der Wahl am 18. Sep­tem­ber wur­de die bis­he­ri­ge gro­ße Ko­ali­ti­on deut­lich ab­ge­wählt. Die SPD blieb zwar stärks­te Kraft. Durch den Ein­zug der AfD ins Par­la­ment kann Ber­lin aber nur noch von ei­nem Drei­er­bünd­nis re­giert wer­den.

Die neue Re­gie­rung will die wach­sen­de Haupt­stadt ge­hö­rig um­krem­peln und ein „Jahr­zehnt der In­ves­ti­tio­nen“ein­läu­ten. Ge­plant sind un­ter an­de­rem 55.000 neue lan­des­ei­ge­ne Woh­nun­gen und die Sa­nie­rung ma­ro­der Schu­len.

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