Straf­punk­te in Flens­burg nun auch on­line ein­seh­bar

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT - VON LI­SA KREUZMANN

FLENS­BURG Wer in 30er-Zo­nen mit ei­ner Ge­schwin­dig­keit von 51 Ki­lo­me­ter pro St­un­de ge­blitzt wird, be­kommt ei­nen Straf­punkt beim Kraft­fahrt­bun­des­amt (KBA) in Flens­burg. Dräng­ler auf der Au­to­bahn ris­kie­ren zwei Punk­te. Fah­rer­flucht wird mit drei Punk­ten ge­ahn­det. Bei ins­ge­samt acht Punk­ten wird es eng. Dann sind Au­to­fah­rer in der Re­gel für we­nigs­tens ein hal­bes Jahr ih­ren Füh­rer­schein los. Da­mit es erst gar nicht so­weit kommt, soll­ten Au­to­fah­rer zum ei­nen kor­rekt fah­ren und zum an­de­ren ab und zu ins Flens­bur­ger Re­gis­ter schau­en, um sich des ei­ge­nen Punk­te­stan­des zu ver­ge­wis­sern. Seit ges­tern geht das nun auch on­line. „Wir di­gi­ta­li­sie­ren die Ver­wal­tung“, sag­te Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Do­brindt der Fun­ke-Me­di­en­grup­pe. „Das spart Zeit und Geld.“

Bis­lang konn­te man zwar be­reits die Ein­sicht ins Re­gis­ter on­line be­an­tra­gen – bis zur Aus­kunft muss- ten sich die Au­to­fah­rer aber ge­dul­den. Die kam näm­lich mit der Post. Neu ist, dass auch der Punk­te­stand nun um­ge­hend on­line im Pdf-For­mat ab­ge­ru­fen wer­den kann.

Das schnel­le­re Ver­fah­ren ist al­ler­dings an ei­ni­ge Vor­aus­set­zun­gen ge­knüpft. So müs­sen Au­to­fah­rer in Be­sitz ei­nes neu­en Per­so­nal­aus­wei­ses mit Da­ten­chip im Scheck­kar­ten­for­mat sein. Au­ßer­dem muss man die On­line-Aus­weis­funk­ti­on ak­ti­viert ha­ben, in­dem man bei Er­halt des Aus­wei­ses die vor­läu­fi­ge Pin durch ei­ne sechs­stel­li­ge Pin er­setzt. Wer die Pin ver­legt hat, kann für sechs Eu­ro ei­ne neue be­an­tra­gen.

Zu­sätz­lich wird ein Kar­ten­le­se­ge­rät so­wie die Soft­ware „Aus­weisApp2“des Bun­des be­nö­tigt, die un­ter „aus­weisapp.bund.de“kos­ten­los her­un­ter­ge­la­den wer­den kann. Für et­wa 20 Eu­ro bis 30 Eu­ro gibt es im Han­del zer­ti­fi­zier­te Le­se­ge­rä­te zu kau­fen. Die Aus­kunft über die Punk­te auf der In­ter­net­sei­te des Kraft­fahrt­bun­des­am­tes „kba.de“ist dann kos­ten­frei.

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