Ur­ge­stein Greg La­ke

Rheinische Post Moenchengladbach - - KULTUR -

Wie die­se Jungs Klas­sik und Rock ver­mählt ha­ben! Wie sie mit brül­len­den Bäs­sen und heu­len­dem Syn­the­si­zer die „Bil­der ei­ner Aus­stel­lung“von Mo­dest Mus­sorgs­ky bom­bas­tisch veran- und nicht ver­un­stal­tet ha­ben! Wie sie über­haupt of­fen wa­ren für in­no­va­ti­ve Ide­en, die schein­bar hoch­kant zu­ein­an­der stan­den, aber doch über­ra­schend gut har­mo­nier­ten! Das war die Band Emer­son, La­ke & Pal­mer, von de­nen nach dem Key­boar­der Keith Emer­son nun auch der Sän­ger und Gi­tar­rist Greg La­ke ge­stor­ben ist, im Al­ter von 69 Jah­ren an ei­nem Krebs­lei­den. La­ke galt spä­ter als Ur­ge­stein des Pro­gres­si­ve Rock, doch schon ei­ni­ge Ti­tel sei­ner frü­he­ren Band King Crim­son mach­ten ihn be­rühmt. Die­ser Rock, der da an die Wän­de fuhr, hat­te un­ver­kenn­bar et­was Sym­pho­ni­sches. In­spi­ra­ti­on hol­te sich Greg La­ke aber auch bei El­vis Pres­leys frü­hem ame­ri­ka­ni­schen Rock’n’Roll. Spä­ter, nach dem En­de von EL&P, nahm er So­lo-Al­ben auf und tour­te mit Rin­go Starr in des­sen All-StarBand. La­ke hat viel ge­se­hen, viel ge­hört, viel ge­spielt und uns viel ge­schenkt. Gro­ßer Mann! w.g.

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