Ein­bre­cher, fan­ge neu an!

Der Ein­bruch ins Ge­mein­de­zen­trum Wick­ra­th­berg vor we­ni­gen Wo­chen be­schäf­tigt un­se­ren Au­to­ren.

Rheinische Post Moenchengladbach - - STADTTEILE - VON MAR­TIN GOHL­KE MAR­TIN GOHL­KE EVAN­GE­LI­SCHEN WICK­RA­TH­BERG. IST PFAR­RER DER KIR­CHEN­GE­MEIN­DE

Fr. 10. Sa. 17.15. Sa. 18.30, So. 9.30. Es ist Sonn­tag, der 6. No­vem­ber, 21.30 Uhr. Ich schaue aus dem Kü­chen­fens­ter im Pfarr­haus und ent­de­cke ei­ne Per­son um das be­nach­bar­te Evan­ge­li­sche Ge­mein­de­zen­trum ren­nen. So­fort wer­de ich miss­trau­isch und ge­he nach drau­ßen, um nach dem Rech­ten zu schau­en. An der Stra­ße steht ein Au­to mit lau­fen­dem Mo­tor. Ei­ne Per­son springt in den Wa­gen. Die­ser braust mit ho­her Ge­schwin­dig­keit los. Für mich war in die­sem Au­gen­blick klar: In un­se­rer Kir­che ist ein­ge­bro­chen wor­den!

Mit ei­nem klam­men Ge­fühl ge­he ich zum Ge­mein­de­zen­trum und se­he: Die Die­be ha­ben das Fens­ter auf­ge­he­belt und ha­ben mit bra­chia­ler Ge­walt Tü­ren und Schrän­ke auf­ge­bro­chen. Den Tre­sor mit der Kol­lek­te des Sonn­tags ris­sen sie ein­fach aus der Wand und tru­gen die­sen ins Au­to. So­fort rief ich die Po­li­zei an und in we­ni­gen Mi­nu­ten kam ein Kri­po-Be­am­ter, dem ich das hoch an­rech­nen muss. Denn so war ich nicht mehr al­lei­ne im Ge­bäu­de, und ge­mein­sam durch­kämm­ten wir Raum für Raum. Doch wie er­war­tet wa­ren die Ein­bre­cher be­reits über al­le Ber­ge.

Ich fra­ge mich: Was bringt Men­schen da­zu, in Kir­chen, al­so in hei­li­gen Or­ten, ein­zu­bre­chen? Was ist da zu ho­len? Hät­ten sie ge­wusst, dass die Kol­lek­te vom Sonn­tag für das Ho­s­piz in Mön­chen­glad­bach und in Er­kelenz be­stimmt war, hät­ten sie dies auch ge­tan? Was sagt ihr Ge­wis­sen? Oder ha­ben sie keins? Wie weit sind die­se Ein­bre­cher ge­kom­men, dass sie in Kir­chen ein­bre­chen müs­sen?

Da wird ei­ne Gren­ze über­schrit­ten, die ein­fach nicht über­schrit­ten wer­den darf. Ge­nau­so ent­setzt bin ich, wenn ich da­von er­fah­re, dass Kup­fer von den Grä­bern auf un­se­ren Fried­hö­fen ab­ge­ris­sen wird. Das ist mit das Schlimms­te, was man sich vor­stel­len kann. Wo ist da das Ge­wis­sen ge­blie­ben? Was müs­sen die­se Ver­bre­cher nicht schon al­les ge­tan ha­ben, dass sie be­reit sind, die­sen ent­setz­li­chen Schritt zu ge­hen? Was geht in ih­nen vor? Was sind sie be­reit, noch al­les für Geld zu ma­chen?

Ich war sehr auf­ge­bracht in die­ser Nacht und ha­be kaum ein Au­ge zu­ge­tan. Über­all hör­te ich ver­däch­ti­ge Ge­räu­sche, schreck­te auf und ging ans Fens­ter, um zum be­nach­bar­ten Ge­mein­de­zen­trum hin­über­zu­schau­en. In­zwi­schen kann ich wie­der gut schla­fen, bin aber im­mer noch trau­rig und zor­nig über das, was uns die Ein­bre­cher da an­ge­tan ha­ben.

Ich ha­be ge­be­tet für sie und wer­de auch wei­ter­hin für sie be­ten, dass sie von ih­rem Weg ab­keh­ren, der sie ga­ran­tiert ins Ver­der­ben füh­ren wird. Scha­den an ih­rer See­le ha­ben sie so­wie­so schon ge­nom­men, in­dem sie steh­len, ein­bre­chen und dau­ernd da­mit rech­nen müs­sen, ge­schnappt zu wer­den. Für mich per­sön­lich ist Ein­bruch nicht nur ein Tat­be­stand, von dem man täg­lich in der Zei­tung liest, son­dern er hat ein Ge­sicht für mich be­kom­men, weil ich den un­be­deck­ten Kopf ei­nes der Ein­bre­cher im Schein der La­ter­ne se­hen konn­te. Sei­ne Gestalt und sein Ge­sicht sind mir vor Au­gen.

Am liebs­ten möch­te ich ihm sa­gen: Keh­re um! Lass die Fin­ger von dei­nem Weg, der dich ins Ver­der­ben führt. Stel­le dich! Den­ke dar­an: Du hast Geld ge­stoh­len, wel­ches für die Ar­beit im Ho­s­piz be­stimmt war, al­so So. 9.30 (Hess). Sa. 18, So. 11.15 (Sasse). So. 10 (Sasse). kein GD. So. 10 (Ep­per­lein). So. 11.15 (Ter­voo­ren), Mi. 19 (Ku­ban). für Men­schen, die Ster­ben­de auf ih­rem letz­ten Weg be­glei­ten. Da­mit hast du dich schul­dig ge­macht. Die­se Schuld wird dich nicht mehr los­las­sen. Sie klebt an dir wie Pech. Ir­gend­wann wird sie dich er­drü­cken! Nur das Ein­ge­ständ­nis dei­ner Schuld vor Gott und die Rück­ga­be al­len Gel­des, das du ge­stoh­len hast, kann dir wie­der in­ne­ren Frie­den brin­gen. Mel­de dich. Ich bin be­reit, dir die Beich­te ab­zu­neh­men. Kennst du die Ge­schich­te von Zachä­us? Zachä­us war ein Be­trü­ger, der sich Geld von an­de­ren Men­schen in die ei­ge­nen Ta­schen steck­te. Doch durch die Be­geg­nung mit Je­sus zeig­te er Reue und er war be­reit, die Hälf­te sei­nes Be­sit­zes an die Ar­men zu ge­ben und al­len, die er be­tro­gen hat­te, das Geld vier­fach zu­rück­zu­ge­ben. Zachä­us tat dies aus frei­en Stü­cken, weil er durch Je­sus ein neu­es ehr­li­ches Le­ben ge­fun­den hat­te.

Das kannst du, Ein­bre­cher, auch er­fah­ren. Gib dir ei­nen Ruck. Fan­ge neu an. Sa. 17.45 ökum. GD. So. 10 (Gruhn). So. 10.30 (Fie­big-Mer­tin). Sa. 18, So. 9 (Nöl­ler), 10.30 (De­d­ring). So. 9.45 (Fi­scher). (Nöl­ler). So. 11.15 (Fi­scher) + Kin­der. Mo. 15 (Rid- der). So. 10.30 Kin­dergd. Fr. Brisch­ke. Mo. 10 (Pont­kees). Brisch­ke). GD. Sa. 9.30. So. 10 (Bud­den­berg), 11 Kin­dergd. im Ge­mein­de­haus. So. 10.30 (Raff). So. 10 (Tho- mas­sen). (Marx). Mo. 15.30 (Fi­scher). kein GD. kein GD. . So. 11 (Lend­zi­an). Beu­scher/Im­hof). . So. 10.15 Mo. 19 (Kal­len/ Mo. 11 (Pont­kees). kein So. 9.45 So. 10.30 (Weh­mei­er). So. 10 (B. So. 10.15. So. 10 (Hau­brich-Schmitz).

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