Psy­cho­lo­gi­scher Vor­teil – trotz der Null

Bo­rus­sia tritt im Kel­ler-Du­ell der Frau­en-Bun­des­li­ga beim MSV Duis­burg an und will erst­mals punk­ten.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON THO­MAS GRULKE

FRAUENFUSSBALL Die Null steht. Im­mer noch. Nur an der völ­lig fal­schen Stel­le. Neun Spie­le hat Bo­rus­sia nun be­reits in der Frau­en-Bun­des­li­ga ab­sol­viert, zu ei­nem Punkt­ge­winn hat es bis­lang aber noch nicht ge­reicht. Gänz­lich ab­ge­schla­gen vom Rest des Fel­des ist der Auf­stei­ger des­we­gen aber noch nicht, gleich vier Mann­schaf­ten mit je­weils sechs Punk­ten be­fin­den sich eben­falls im Ab­stiegs­kampf. Im MSV Duis­burg und 1899 Hof­fen­heim trifft Glad­bach vor der Win­ter­pau­se noch auf zwei di­rek­te Kon­kur­ren­ten. Am Sonn­tag (14 Uhr) ist es zu­nächst in Duis­burg zu Gast.

„Je­der, der auf die Ta­bel­le schaut, weiß, dass es ein enorm wich­ti­ges Spiel für uns ist. Des­we­gen bau­en wir uns aber jetzt kei­nen Rie­sen­druck auf, denn das setzt sich nur in den Köp­fen fest. Un­se­re Spie­le­rin­nen sol­len sich auf die Par­tie freu­en und sich auf dem Platz et­was zu­trau­en. Und wir ha­ben un­se­re bes­ten Spie­le ge­zeigt, wenn wir frei auf­ge­spielt ha­ben“, sagt Re­né Krie­nen. Bo­rus­si­as Chef­trai­ner sieht sein Team im Du­ell mit Duis­burg durch­aus im psy­cho­lo­gi­schen Vor­teil, auch wenn die Er­folgs­er­leb­nis­se bis­lang aus­ge­blie­ben sind. „Der MSV ist der Fa­vo­rit, wenn er ge­gen uns ver­liert, sieht es für ihn nicht gut aus.“

Mut ma­chen der Bo­rus­sia auch die ver­gan­ge­nen Auf­trit­te, als die Mann­schaft ge­gen Je­na (0:1) und Le­ver­ku­sen (1:2) je­weils min­des­tens ei­nen Punkt ver­dient hat­te und sich ge­gen die Topteams Wolfs­burg (1:2), Mün­chen (0:1) und Frei­burg (0:2 im DFB-Po­kal) eben­falls acht­bar aus der Af­fä­re zog. „Die ver­gan­ge­nen Wo­chen ha­ben schon ge­zeigt, dass die Ent­wick­lung rich­tig po­si­tiv ist und wir uns jetzt schon auf ei­nem an­de­ren Ni­veau be­we­gen. Was uns noch fehlt, ist die Er­fah­rung, im Spiel auch die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen zu tref­fen“, sagt Krie­nen.

War sei­ne Mann­schaft zu­letzt vor al­lem in der De­fen­si­ve ge­for­dert, wird sie in Duis­burg wie­der et­was of­fen­si­ver aus­ge­rich­tet sein. „Wir be­schäf­ti­gen uns schon seit ei­ni­gen Wo­chen da­mit, wie wir Duis­burgs Schwä­chen aus­nut­zen kön­nen. Wir wer­den da­zu tak­tisch und viel­leicht auch per­so­nell ei­ni­ge Än­de­run­gen vor­neh­men“, sagt Krie­nen. Kei­nen Wech­sel gibt es in­des auf der Tor­wart­po­si­ti­on, auch wenn Tor­frau Jas­min Ha­mann wie­der ein­satz­fä­hig ist. „Jas­min hat noch Rück­stand, und Chris­ti­na Bel­ling­ho­ven hat ih­re Chan­ce ge­nutzt. Sie wird die bei­den Spie­le bis zur Win­ter­pau­se auf je­den Fall spie­len“, sagt Krie­nen.

Bo­rus­si­as Zweit­ver­tre­tung ist vor Weih­nach­ten nur noch ein­mal in der Re­gio­nal­li­ga ge­for­dert, mor­gen um 14 Uhr bei Ale­man­nia Aa­chen. Im Nach­hol­spiel hat die Mann­schaft von Trai­ner Wil­fried Tön­ne­ßen die Chan­ce, den jüngs­ten Auf­wärts­trend zu be­stä­ti­gen. Zu­letzt gab es für den Ta­bel­len­neun­ten in zwei Aus­wärts­spie­len vier Punk­te.

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