Das kom­pli­zier­te Ge­flecht zwi­schen Bund und Län­dern

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS -

Län­der­fi­nanz­aus­gleich Er dient da­zu, die un­ter­schied­li­che Fi­nanz­kraft der Bun­des­län­der durch ein Um­ver­tei­lungs­sys­tem ei­nes Teils der Steu­er­ein­nah­men aus­zu­glei­chen. Mit ei­nem Vo­lu­men von fast zehn Mil­li­ar­den Eu­ro im Jahr 2016 macht er nur zwei bis drei Pro­zent der ge­sam­ten Steu­er­ein­nah­men der Län­der aus. Er gilt seit 1969. So­li­dar­pakt Um den be­son­de­ren Fi­nanz­be­darf der ost­deut­schen Län­der nach der Ein­heit zu fi­nan­zie­ren, wur­de 1993 der So­li­dar­pakt er­fun­den. Der noch gel­ten­de So­li­dar­pakt II läuft En­de 2019 aus. Bis da­hin sinkt das Vo­lu­men von zehn Mil­li­ar­den Eu­ro im Jahr auf nur noch zwei Mil­li­ar­den 2019. Er­satz Ab 2020 wird der Aus­gleich über die Neu­ver­tei­lung der Um­satz­steu­er­ein­nah­men zwi­schen Bund und Län­dern ge­re­gelt. Da­durch wird die Last stär­ker auf den Bund über­tra­gen. Al­le Län­der ste­hen so­mit bes­ser da als heu­te, wo­von auch die Kom­mu­nen pro­fi­tie­ren wer­den. Ge­mein­de­bund-Chef Gerd Landsberg lob­te die Ei­ni­gung da­her als „gu­te und gro­ße Lö­sung“und als „be­son­de­re po­li­ti­sche Leis­tung“.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.