Zwei­jäh­ri­ger ver­schluckt sich an Brat­wurst und stirbt

Rheinische Post Moenchengladbach - - PANORAMA -

BIT­BURG (ham) In Bit­burg hat sich ein Klein­kind an ei­nem Stück Wurst ver­schluckt und ist trotz schnel­ler Hil­fe ge­stor­ben. Der Vor­fall er­eig­ne­te sich schon ver­gan­ge­ne Wo­che auf ei­nem Weih­nachts­markt in der In­nen­stadt, wie der „Trie­ri­sche Volks­freund“be­rich­tet hat­te. Das Wurst­stück soll im Ra­chen ste­cken ge­blie­ben sein. Der Jun­ge wur­de dar­auf­hin be­wusst­los. Das teil­te der lei­ten­de Trie­rer Ober­staats­an­walt mit. Ob­wohl so­fort Sa­ni­tä­ter und Not­arzt zur Stel­le wa­ren, konn­te das Kind nicht ge­ret­tet wer­den.

Be­son­ders Kin­der un­ter fünf Jah­ren ver­schlu­cken sich häu­fi­ger, er­klärt Rai­ner Löb, Bun­des­arzt des Mal­te­ser Hilfs­diens­tes, Fach­arzt für Anäs­the­sie und lei­ten­der Di­rek­tor der Bar­ba­ra­kli­nik und des St-Jo­se­fKran­ken­hau­ses in Hamm. „Sie ha­ben viel klei­ne­re und en­ge­re Atem­we­ge, die leich­ter ver­stop­fen.“ Wenn Er­wach­se­ne sich ver­schlu­cken, fan­gen sie an zu hus­ten, bis die Atem­we­ge wie­der frei sind. Bei Kin­dern ist das an­ders. „Schon ein klei­nes Teil kann da­zu füh­ren, dass die Luft­röh­re ver­schlos­sen ist. Die Kin­der kön­nen dann mit­un­ter nicht ein­mal mehr rich­tig hus­ten oder wür­gen“, sagt Löb. Ein gro­ßer In­halt der Spei­se­röh­re kön­ne auch auf die Luft­röh­re drü­cken und sie ab­schnü­ren. Ein ver­schluck­tes Stück kann auch ei­nen Herz­still­stand aus­lö­sen, wenn es zum Bei­spiel auf den Va­gus­nerv im Ra­chen drückt.

Wenn ein Kind sich ver­schluckt, rät Löb, soll­te man es da­zu ani­mie­ren zu hus­ten. Ei­ne zwei­te Maß­nah­me wä­re, es übers Knie zu le­gen und fünf­mal kräf­tig zwi­schen die Schul­ter­blät­ter zu schla­gen. Wenn der Ge­gen­stand von au­ßen zu se­hen ist, kann man ver­su­chen, ihn im Mund mit den Fin­gern zu grei­fen.

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