Bay­er ge­gen Schal­ke: zwei Ver­ei­ne, ein Pro­blem

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT - VON DO­RI­AN AUDERSCH

LE­VER­KU­SEN Nicht nur Ru­di Völ­ler ist auf­ge­fal­len, dass sich mor­gen (17.30 Uhr) in Gel­sen­kir­chen zwei Ver­ei­ne in sehr ähn­li­cher La­ge be­geg­nen. „Es ist klar, dass bei bei­den die Vor­run­de ein biss­chen holp­rig war und man wei­ter vor­ne ste­hen müss­te“, sagt der Sport­chef von Bay­er 04. „Aber bei­de ha­ben das Po­ten­zi­al, bis Weih­nach­ten Bo­den auf die in­ter­na­tio­na­len Plät­ze gut­zu­ma­chen – und auch da­nach.“

In der Tat gibt es wei­te­re Par­al­le­len. Bay­er 04 hat sich in der Cham­pi- ons Le­ague in ei­ner schwie­ri­gen Grup­pe mit Tot­ten­ham Hot­spur, AS Mo­na­co und ZSKA Mos­kau als kla­rer Zwei­ter be­haup­tet und das Ach­tel­fi­na­le ge­si­chert. Erst­mals in der Klub­ge­schich­te ge­lang es, kein Spiel in der Grup­pen­pha­se zu ver­lie­ren. Auch Schal­ke hat sich in der Eu­ro­pa Le­ague gut prä­sen­tiert – ab­ge­se­hen von der jüngs­ten 0:2-Nie­der­la­ge ge­gen Red Bull Salz­burg. Als Grup­pen­sie­ger wa­ren die Kö­nigs­blau­en aber be­reits si­cher in der K.o.-Run­de. Am Mon­tag folgt in Nyon die Aus­lo­sung, die in bei­den Städ­ten mit In­ter­es­se ver­folgt wer­den dürf­te.

Aber dann ist da noch die Bun­des­li­ga, in der bei­de Ver­ei­ne bis­her un­ter ih­ren Mög­lich­kei­ten blei­ben. Punkt­gleich ver­har­ren die Teams mit 17 Zäh­lern im Mit­tel­feld der Ta­bel­le. Nicht nur Ju­li­an Brandt be­zeich­net die Par­tie als „Schlüs­sel­spiel“für den wei­te­ren Sai­son­ver­lauf. Der Sub­text: Wer ver­liert, ver­liert den An­schluss an das obe­re Ta­bel­len­drit­tel. Nicht nur des­we­gen for­mu­liert der Na­tio­nal­spie­ler selbst­be­wuss­te Zie­le. „Wir ha­ben noch drei Spie­le bis zur Weih­nachts­pau­se, aus de­nen wir neun Punk­te ho­len kön­nen. Das muss un­ser Ziel sein“, be­tont Brandt.

Kei­ne Fra­ge: Bay­er wirkt be­flü­gelt nach dem 3:0-Er­folg ge­gen Mo­na­co am Mitt­woch. „Das hat gut ge­tan und uns Selbst­ver­trau­en ge­ge­ben“, sagt Trai­ner Ro­ger Schmidt, der sich das bis­her dürf­ti­ge Ab­schnei­den in der Bun­des­li­ga vor al­lem mit Pech er­klärt. „Wir ha­ben ei­ni­ge un­glück­li­che Din­ge hin­neh­men müs­sen“, sagt er mit Blick auf die vie­len Ver­let­zun­gen oder die Elf­me­ter-Mi­se­re. Aus dem Spiel ge­gen Mo­na­co gibt es laut Schmidt kei­ne wei­te­ren Ver­letz­ten zu be­kla­gen. Lars Ben­der, Ke­vin Vol­land, Ke­vin Kampl und Ka­rim Bel­la­ra­bi fal­len aber wei­ter­hin aus.

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