VW zit­tert vorm neu­en Prä­si­den­ten

Nach Trumps Amts­an­tritt rech­net der Au­to­bau­er mit „dem Schlimms­ten“.

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT -

WOLFS­BURG (rtr) Die Ent­schei­dung der US-Re­gie­rung über ei­ne Mil­li­ar­den­stra­fe für Volks­wa­gen we­gen der Ab­gas­af­fä­re wird ver­mut­lich erst in der am 20. Ja­nu­ar 2017 be­gin­nen­den Amts­zeit von Prä­si­dent Do­nald Trump fal­len. Wie die „Bild am Sonn­tag“oh­ne Qu­el­len­an­ga­be be­rich­te­te, ge­lang es bei Ge­sprä­chen un­ter an­de­rem mit Ver­tre­tern des Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums nicht, ei­ne Ei­ni­gung zu er­zie­len. „Wir müs­sen mit dem Schlimms­ten rech­nen“, zi­tier­te die Zei­tung ei­nen nicht ge­nann­ten VW-Ma­na­ger. Der Kon­zern selbst äu­ßer­te sich nicht.

Der Ab­gas­skan­dal, der im ver­gan­ge­nen Jahr auf­ge­deckt wor­den war, hat für VW in den USA ei­ne Rei­he von ju­ris­ti­schen Ver­fah­ren nach sich ge­zo­gen. Es ste­hen noch die Geld­bu­ße des US-Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums und ei­ne Ei­ni­gung über rund 80.000 Fahr­zeu­ge mit dem Drei-Li- ter-Mo­tor von Au­di aus. Der zu­stän­di­ge Rich­ter Charles Brey­er hat­te die An­hö­rung vor ei­nem Be­zirks­ge­richt zu den Drei-Li­ter-Mo­to­ren zu­letzt auf Frei­tag ver­scho­ben.

En­de Ok­to­ber hat­te ein Ge­richt in San Fran­cis­co für den mil­li­ar­den­schwe­ren Ver­gleich der Wolfs­bur­ger mit Au­to­be­sit­zern und US-Be­hör­den grü­nes Licht ge­ge­ben. Das Pa­ket um­fasst bis zu zehn Mil­li­ar­den Dol­lar für den Rück­kauf von bis zu 475.000 Fahr­zeu­gen mit Zwei-Li­terDie­sel­mo­to­ren von VW. Zu­dem muss der Kon­zern 4,7 Mil­li­ar­den Dol­lar in Um­welt­fonds ein­zah­len. Ins­ge­samt kos­tet der Ver­gleich den Au­to­bau­er ein­schließ­lich Händ­lerEnt­schä­di­gun­gen bis zu 16,5 Mil­li­ar­den Dol­lar.

Un­ter­des­sen wehr­te sich Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Do­brindt ge­gen Vor­wür­fe der EU-Kom­mis­si­on, die we­gen der mög­li­chen Miss­ach­tung von EU-Re­geln im VW-Ab­gas­skan­dal ein Ver­fah­ren ge­gen Deutsch­land und sechs wei­te­re Mit­glieds­län­der er­öff­net hat­te. „Wir ha­ben das ge­macht, was not­wen­dig ist, was im Sin­ne der Ver­brau­cher ist“, sag­te Do­brindt im Deutsch­land­funk.

FO­TO: DPA

Macht VW Angst: der künf­ti­ge US-Prä­si­dent Do­nald Trump

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.