Neu­reu­ther und Re­bens­burg ent­täu­schen

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT -

VAL D’ISÈ­RE/SE­STRIE­RE (sid) Fe­lix Neu­reu­ther fuhr im Schnee­pflug und mit hän­gen­dem Kopf ne­ben der be­rüch­tig­ten „Bel­le­var­de“-Pis­te ab. Das Aus im Fi­na­le beim Welt­cup­Sla­lom von Val d’Isè­re hat­te dem bes­ten deut­schen Ski-Renn­läu­fer sicht­bar zu­ge­setzt. Nach­dem er beim Rie­sen­sla­lom am Vor­tag das Po­di­um als Vier­ter noch knapp ver­passt hat­te, woll­te Neu­reu­ther un­be­dingt nach oben – doch er schei­ter­te kläg­lich und war das Sinn­bild ei­nes weit­ge­hend ent­täu­schen­den Wo­che­n­en­des für den Deut­schen Ski­ver­band.

„Ein­ge­fä­delt, vor­bei!“, lau­te­te Neu­reu­thers knap­pes Fa­zit, „wie soll ich mit ei­nem Aus­schei­der zu­frie­den sein?“. Der Sieb­te des ers­ten Laufs hat­te sich das Aus bei ei­nem Dop­pel­tor nach rund 17 Fahr­se­kun­den selbst zu­zu­schrei­ben. Nur Li­nus Stras­ser, der beim Sieg von Hen­rik Kristof­fer­sen (Nor­we­gen) 16. wur­de, war „echt hap­py“. Den­noch war es der schwächs­te Sla­lom für den DSV seit Ja­nu­ar 2012.

Am Sams­tag war Neu­reu­ther noch „sehr hap­py“mit sei­nem Rie­sen­sla­lom ge­we­sen, ob­wohl ihm da beim Sieg von Al­exis Pin­tur­ault nur 0,06 Se­kun­den auf den dritt­plat­zier­ten Kristof­fer­sen ge­fehlt hat­ten. Den Sla­lom ging er dann mit ei­ner zu gro­ßen Por­ti­on Vor­sicht an. „Ich ha­be mich ein biss­chen ein­schüch­tern las­sen, weil ich ge­hört ha­be, der Lauf dre­he bis zum Schluss“, sag­te der 32-Jäh­ri­ge, „un­ten bin ich dann viel zu do­siert ge­fah­ren“. Des­halb woll­te er im Fi­na­le „vom ers­ten Tor bis zum Schluss voll drauf­stei­gen“. Doch da­bei über­trieb er es – und schei­ter­te.

Eben­so ver­är­gert war Vik­to­ria Re­bens­burg. Beim Sieg der Fran­zö­sin Tes­sa Wor­ley im Rie­sen­sla­lom von Se­strie­re lan­de­te sie nur auf Rang 23, ihr Rück­stand be­trug 2,92 Se­kun­den. „Ein Tag zum Ver­ges­sen“, sag­te Re­bens­burg. Die Olym­pia-Drit­te von Sot­schi hat­te den Sai­son­start we­gen ei­nes Schien­bein­kopf­bruchs ver­passt. Im­mer­hin für ein paar klei­ne­re Licht­bli­cke im Schat­ten von Se­ri­en­sie­ge­rin Mi­kae­la Shif­frin (USA) sorg­ten die Sla­lomKol­le­gin­nen. Zwar schied Le­na Dürr (Ger­me­ring) aus. Chris­ti­na Gei­ger (Oberst­dorf) auf Rang 18, Ma­ri­na Wall­ner (In­zell) als 19. und Mar­le­ne Sch­motz (Leitzach­tal) mit Platz 23 hol­ten aber Punk­te.

„Wie soll ich mit ei­nem Aus­schei­der zu­frie­den sein?“

Fe­lix Neu­reu­ther

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