„To­ni Erd­mann“räumt Eu­ro­päi­sche Film­prei­se ab

Rheinische Post Moenchengladbach - - KULTUR -

BRES­LAU (dpa) Erst­mals nach zehn Jah­ren hat ein deut­scher Film wie­der den Eu­ro­päi­schen Film­preis ge­won­nen. Ma­ren Ades Tra­gi­ko­mö­die „To­ni Erd­mann“wur­de am Sams­tag­abend in Bres­lau als bes­ter eu­ro­päi­scher Spiel­film aus­ge­zeich­net – und räum­te au­ßer­dem vier wei­te­re Tro­phä­en ab. Haupt­dar­stel­le­rin San­dra Hül­ler wur­de zur bes­ten eu­ro­päi­schen Schau­spie­le­rin ge­kürt. Der Ös­ter­rei­cher Pe­ter Si­mo­ni­schek, der im Film eben je­nen To­ni Erd­mann spielt, nahm den Preis als bes­ter Schau­spie­ler ent­ge­gen. Ade selbst wur­de als bes­te eu­ro­päi­sche Re­gis­seu­rin und Dreh­buch­au­to­rin ge­ehrt. Die Tra­gi­ko­mö­die er­zählt von ei­ner ehr­gei­zi­gen Un­ter­neh­mens­be­ra­te­rin (Hül­ler) und ih­rem Alt-68er-Va­ter (Si­mo­ni­schek), der sei­ne Toch­ter mit Witz und Lie­be aus de­ren fest­ge­fah­re­nen Le­bens­bah­nen ho­len möch­te. Ades Film war be­reits bei den Film­fest­spie­len in Can­nes der gro­ße Fa­vo­rit ge­we­sen, ging dann aber über­ra­schend leer aus. Im Fe­bru­ar steht für Ade und den deut­schen Film die nächs­te gro­ße Preis­ga­la an: „To­ni Erd­mann“ist als deut­scher Ver­tre­ter im Ren­nen um den Aus­lands-Os­car.

Deutsch­land ge­wann den Eu­ro­päi­schen Film­preis zu­letzt 2006 für „Das Le­ben der An­de­ren“von Florian Henckel von Don­ners­marck.

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