Claus – Die Lie­be zum ein­zig­ar­tig An­de­ren

Beim Claus-Markt im Bu­si­ness-Park zeig­ten rund 140 An­bie­ter für zwei Ta­ge ein gro­ßes Spek­trum ab­seits von Mas­sen­wa­re. Das Mot­to lau­te­te „In­to the Woods“. Im Män­ner­pa­ra­dies fühl­ten sich auch die Frau­en wohl.

Rheinische Post Moenchengladbach - - STADTTEILE - VON AN­GE­LA WILMS-ADRIANS

WES­TEND Im Foy­er war der ker­ni­ge Kraft­ein­satz ge­fragt. Pas­send zum ak­tu­el­len Mot­to „In­to the Woods“konn­te vor oder nach dem lust­vol­len Fla­nie­ren über den Claus-Markt nach Her­zens­lust ge­sägt und ge­hackt wer­den. Wer im Vor­feld ge­arg­wöhnt hat­te, auf die­sem Spiel­platz wür­den vor al­lem Ein­kaufs­muf­fel von ih­ren Be­glei­te­rin­nen „vor­über­ge­hend ent­sorgt“, der wur­de ei­nes Bes­se­ren be­lehrt. Denn auch Frau­en prob­ten im SMS-Bu­si­ness-Park an der Blu­men­ber­ger­stra­ße Kräf­te und Kön­nen.

Die prä­sen­tier­ten Pro­duk­te ver­rie­ten im­mer wie­der ei­ne lie­be­vol­le und oft­mals fi­li­gra­ne Hand­schrift jen­seits der Mas­sen­wa­re. Et­wa 140 An­bie­ter zeig­ten auf Ein­la­dung der bei­den Or­ga­ni­sa­to­rin­nen Ni­co­le Schlü­ren­sau­er und My­ri­am To­pel bei­na­he al­les, was das Herz be­gehrt und der Ver­stand nicht er­war­tet hät­te: Klei­dung und Schmuck aus re­cy­cel­ten Ma­te­ria­li­en, aus­ge­fal­le­ne Flo­ris­tik, Weih­nachts­schmuck und Be­häl­ter für Lieb­lings­din­ge so­wie zum Bei­spiel zu Uh­ren ver­wan­del­te Lang­spiel­plat­ten. Ti­sche und Bän­ke auf Rin­den­mulch bo­ten ein uri­ges Plätz­chen zum Aus­ru­hen und Ver­kos­ten der gas­tro­no­mi­schen An­ge­bo­te.

Pas­send zum The­ma bot der He­pha­ta Gar­ten­shop ei­ne herr­li­che Wald­fee mit ei­nem Mie­der aus Moo­sen und wei­tem Rock aus Tan­nen­grün an. Im Schat­ten der grü­nen Fee fand Si­mo­ne Wolf ih­ren ganz per­sön­li­chen Lieb­lings­en­gel aus ei­ner hüb­schen Kom­bi­na­ti­on von Wur­zel­stück und pun­zier­ten Me­tall­flü­geln. „Hier ist al­les so aus­ge­fal­len. Ich fin­de es toll, wie aus Al­tem Neu­es ge­schaf­fen wird, und ich ha­be mich spon­tan in den Egel ver­liebt“, schwärm­te sie über die Neu­er­wer­bung und das aus­ge­fal­le­ne Am­bi­en­te.

Bei Re­né Radtke lu­den Fass­mö­bel zum Ver­wei­len ein. Er schnei­det „in mei­ner klei­nen Werk­statt“Fäs­ser aus und ar­bei­tet dar­aus Grill, Uh­ren, Lam­pen und ge­pols­ter­te Sitz­ge­le­gen­hei­ten. Ei­gens aus Os­na­brück an­ge­reist war Lieb­lings­buch­ma­cher Micha­el Bey­er-Ro­ther. „Ich bin zum vier­ten Mal hier“, be­geis­ter­te auch er sich für den Claus-Markt. Micha­el Bey­er-Ro­ther ver­wer­tet al­te Co­ver von Bü­chern und in jüngs­ter Zeit auch von Schall­plat­ten, um dar­aus et­wa Ka­len­der und No­tiz­bü­cher zu ar­bei­ten. Um die Lang­le­big­keit sei­ner Pro­duk­te zu si­chern, bie­tet er zu­gleich pas­sen­de In­lays an, die auch für die kom­men­den Jah­re nach­be­stellt wer­den kön­nen. Mit nost­al­gi­schem Charme hat­te Ni­co­le Gras­mück un­ter dem La­bel „Lis­sie van Flaa­ken“ih­ren Stand weih­nacht­lich de­ko­riert. Sie be­schrif­tet al­tes Por­zel­lan und näht zum Bei­spiel al­te Fo­tos auf Stoff auf, so dass dar­aus lie­be­voll in­sze­nier­te Kar­ten­mo­ti­ve wer­den.

Bei Mar­tin Knops und Da­ni­el Klein­schmidt ist der Na­me „Treu“Pro­gramm, um Rei­se­kof­fer aus den 50er bis 70er Jah­ren in zeit­ge­mä­ße Ta­schen und Ac­ces­soires auf­zu­pep- pen. „Die Kof­fer wa­ren treue Rei­se­be­glei­ter“, sag­te Knops und de­mons­trier­te ger­ne wie vom Le­der bis zu den Ver­schluss­me­cha­nis­men al­les wie­der­ver­wer­tet wird, um dar­aus Schlüs­sel­an­hän­ger, Ta­blet­und Um­hän­ge­ta­schen zu ar­bei­ten. Die Mul­ti-Bag emp­fahl sich hier als idea­ler Ein­kaufs­be­glei­ter. Form­schön und prak­tisch kann sie mit we­ni­gen Grif­fen vom ein­fa­chen Shop­per in Schul­ter­ta­sche und so­gar Ruck­sack um­ge­wan­delt wer­den.

RP-FO­TOS (2): DET­LEF ILGNER

Aus­ge­fal­le­ne Hand­ar­bei­ten – wie hier – gab es an vie­len der 140 Ver­kaufs­stän­de zu se­hen: Die Aus­stel­ler be­sta­chen ein­mal mehr durch Ein­falls­reich­tum und Krea­ti­vi­tät.

Ei­ne gro­ße Aus­wahl: Ver­schie­de­ne Gruß- und Post­kar­ten weck­ten das In­ter­es­se vie­ler Be­su­cher.

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