Hin­ten und vor­ne fahr­läs­sig – Bo­rus­sia-Frau­en ver­lie­ren wei­ter

Der Bun­des­li­ga-Auf­stei­ger war­tet auch nach zehn Spiel­ta­gen auf den ers­ten Punkt­ge­winn. Beim di­rek­ten Kon­kur­ren­ten MSV Duis­burg ver­lor er 1:2.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON THO­MAS GRULKE

FRAUENFUSSBALL Es pass­te zur Ge­samt­si­tua­ti­on der Bo­rus­sia-Frau­en, dass ein Ei­gen­tor das Kel­ler­du­ell der Bun­des­li­ga beim MSV Duis­burg zu ih­ren Un­guns­ten ent­schied. Va­nes­sa Wah­len woll­te nach ei­ner Her­ein­ga­be vor der geg­ne­ri­schen Stür­me­rin klä­ren, statt­des­sen fälsch­te sie den Ball aber ins ei­ge­ne Tor ab. Es war das Tor zum 1:2-End­stand, wo­mit Auf­stei­ger Glad­bach wei­ter auf den ers­ten Punkt­ge­winn in der höchs­ten Spiel­kas­se war­ten muss und wei­ter­hin sechs Punk­te Rück­stand auf den ers­ten Nicht­ab­stiegs­platz hat.

„Wir sind ent­täuscht und kön­nen nicht zu­frie­den sein, weil wir auch mehr er­war­tet ha­ben“, sag­te Bo­rus­si­as Chef­trai­ner Re­né Krie­nen. Hät­te er die De­fi­zi­te sei­ner Mann­schaft in der bis­he­ri­gen Hin­run­de, die kom­men­den Sonn­tag mit ei­nem Heim­spiel ge­gen 1899 Hof­fen­heim en­det, zu­sam­men­fas­sen wol­len, so hät­ten ihm die 90 Mi­nu­ten von Duis­burg ge­reicht.

„Es ist die al­te Lei­er: Wir ma­chen in der De­fen­si­ve aben­teu­er­li­che Feh­ler, die zu Ge­gen­to­ren füh­ren. Und vor­ne nut­zen wir Tor­chan­cen nicht, die wir ein­fach nut­zen müs­sen“, mo­nier­te Krie­nen. Vor al­lem mit der ers­ten Halb­zeit war der Coach über­haupt nicht zu­frie­den. Bo­rus­sia agier­te ide­en­los und ängst­lich, Duis­burg hat­te die Par­tie im Griff und ging früh in Füh­rung, als die Gäs­te im ei­ge­nen Straf­raum nicht kon­se­quent klä­ren konn­ten (11. Mi­nu­te).

Doch ein Feh­ler der Duis­bur­ger Tor­frau, die ei­nen re­la­tiv harm­lo­sen Kopf­ball Nad­ja Klei­ni­kels durch­ließ, brach­te Glad­bach in der 44. Mi­nu­te zu­rück in die Par­tie. Das Ta­bel­len­schluss­licht kam dann auch deut- lich en­ga­gier­ter aus der Pau­se her­aus und hat­te nun sei­ner­seits gu­te Tor­chan­cen, doch we­der Mo­na Loh­mann noch Kel­ly Si­mons oder Tif­fa­ny Ca­me­ron brach­ten den Ball nicht im Tor un­ter. Ein­mal ret­te­te zu­dem der Pfos­ten für den MSV.

Der ent­schei­den­de Tref­fer fiel letzt­lich auf der an­de­ren Sei­te, als Bo­rus­si­as Ab­wehr nicht auf der Hö­he war und Va­nes­sa Wah­len ih­re Mit­spie­le­rin Chris­ti­na Bel­ling­ho­ven im Glad­ba­cher Tor über­wand. So stand der Auf­stei­ger am Spie­len­de zum zehn­ten Mal in der zehn­ten Par­tie mit lee­ren Hän­den da. „Wir ma­chen Feh­ler, die selbst ei­ner Ju­gend­mann­schaft nicht un­ter­lau­fen dür­fen. Und auf die­sem Ni­veau reicht das dann ein­fach nicht aus“, sag­te Krie­nen, der an­ge­sichts von sechs Punk­ten Rück­stand auf die Kon­kur­renz hin­zu­füg­te: „So wird es schwie­rig.“ Bo­rus­sia: Bel­ling­ho­ven - Wah­len, St­ar­manns (46. Dall­mann, J.), Dall­mann, P., From­mont (86. Den­sing) - Bir­baum - Loh­mann (80. Op­pe­di­s­a­no), Klei­ni­kel, Bo­gen­schütz, Si­mons - Ca­me­ron. To­re: 1:0 Na­ti (11.), 1:1 Klei­ni­kel (44.), 2:1 Wah­len (82., Ei­gen­tor). Zu­schau­er: 554.

FO­TO: DIE­TER WIECHMANN

Fälsch­te den Ball zum 1:2 ab: Bo­rus­si­as Va­nes­sa Wah­len.

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