Oden­kir­chen siegt im Ge­dulds­spiel 3:0

Erst in der Schluss­pha­se konn­te sich 05/07 ge­gen Kal­kum durch­set­zen. Mit drei Sie­gen in Fol­ge hat sich Oden­kir­chen nun dem Mit­tel­feld ge­nä­hert, sich spie­le­risch ver­bes­sert und zu ei­nem sehr star­ken Kol­lek­tiv ent­wi­ckelt.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON KURT THEUERZEIT

FUSS­BALL-LAN­DES­LI­GA Es war Ge­duld ge­fragt, die Oden­kir­chens jun­ge Trup­pe bis­her nicht im­mer be­wie­sen hat­te. Doch dies­mal wur­de 05/07 ge­gen Kal­kum nicht hek­tisch, be­wahr­te die Ru­he und kam dann recht spät zu den To­ren. Im­mer­hin reich­te es in der letz­ten Vier­tel­stun­de noch zu ei­nem kla­ren und völ­lig ver­dien­ten 3:0-Sieg.

Die Gast­ge­ber dürf­ten nicht über­rascht ge­we­sen sein, dass Kal­kum mit ei­ner Tak­tik ope­rier­te, die sonst auch von Oden­kir­chen ger­ne ge­nutzt wird. Kal­kum bot gleich zwei Vie­rer­ket­ten auf und er­schwer­te da­durch das Durch­kom­men für die Haus­her­ren. Die be­hiel­ten aber die Ru­he, ver­such­ten mit schnel­lem Spiel im Mit­tel­feld die Gäs­te in Ver­le­gen­heit zu brin­gen. Das aber ge­lang gar nicht. Nach ei­ner Vier­tel­stun­de schien 05/07 schon ein we­nig die Lust ver­lo­ren zu ha­ben, aber Ab­wehr­chef Sven Mo­se­ler mach­te sei­ne Mit­spie­ler ver­bal noch ein­mal wach: „Was ist hier los? Wir brau­chen ei­ne an­de­re Kör­per­spra­che.“

Das wirk­te je­den­falls ein we­nig. Oden­kir­chen be­ar­bei­te­te wei­ter die Ket­ten der Gäs­te, die aber nur drei­mal ein we­nig ins Wan­ken ge­bracht wur­den. Mit­tel­feld­spie­ler Ni­co Zit­zen war in die Spit­ze ge­gan­gen und ver­fehl­te das Tor nur knapp, wie auch kurz dar­auf Da­mir Ha­mi­do­vic.

„Ihr müsst wei­ter ru­hig spie­len und Ge­duld ha­ben“, hat­te Trai­ner Ke­mal Kuc sei­nen Spie­lern in der Pau­se mit auf den Weg ge­ge­ben. „Ihr habt das bis­her gut ge­macht.“

Je­den­falls reich­te die­se Auf­mun­te­rung, um das Tem­po und das Di­rekt­spiel wei­ter zu ver­stär­ken. Kal­kum sah das Oden­kir­che­ner Tor nach der Pau­se nur noch aus wei­ter Fer­ne, Oden­kir­chen mach­te wei­ter Druck, kam viel häu­fi­ger aus­sichts­reich in Kal­kums Straf­raum. Nach ei­ner St­un­de er­ga­ben sich dann auch bes­se­re Chan­cen. Ven­san Kli­cic gab da­zu mit ei­nem Kopf­ball, der über das Tor ging, das Si­gnal. Kurz dar­auf hat­te er mit ei­nem Schuss aus kur­zer Dis­tanz das ver­dien­te Glück, denn der Ball wur­de von Hen­drik Flü­gel zum 1:0 ins ei­ge­ne Tor ge­lenkt.

Da­nach lie­ßen die Gäs­te den Kopf hän­gen. Ma­nu­el Wun­der­lich han­del­te sich noch ei­nen Platz­ver­weis ein. Oden­kir­chen spiel­te nun die Über­zahl und das spie­le­ri­sche Ver­mö­gen aus. Tai­fun Yil­maz war plötz­lich nicht mehr zu brem­sen. Mit ei­nem Schuss aus 18 Me­tern er­ziel­te er das 2:0. Mit dem Schluss­pfiff traf Da­mir Ha­mi­do­vic zum 3:0.

„Drei Sie­ge in Fol­ge und ein gu­ter Start in die Rück­run­de. Da­mit kön­nen wir zu­frie­den sein“, sag­te Ode­kir­chens Sport­li­cher Lei­ter Ma­thi­as Ko­mor. „Die Jungs ha­ben al­le Vor­ga­ben her­vor­ra­gend um­ge­setzt. Ich bin sehr stolz auf die­se Mann­schaft“, war Ke­mal Kuc vor lau­ter Glück kaum noch zu hal­ten. 05/07: Afa­ri – Of­fer­mann, S. Mo­se­ler, Spin­rath, Som­mer – Zit­zen, Yil­maz – Kli­cic, P. Mo­se­ler, Ja­ma­rish­vili – Ha­mi­do­vic. To­re: 1:0 Flü­gel (75. Ei­gen­tor), 2:0 Yil­maz (85.), 3:0 Ha­mi­do­vic (90.). Gelb/Ro­te Kar­te: Wun­der­lich (80.). Zu­schau­er: 80.

FO­TO: THEO TITZ

Schluss­punkt: Oden­kir­chens Da­mir Ha­mi­do­vic über­win­det in der letz­ten Mi­nu­te Kal­kums Tor­wart zum 3:0-End­stand. Der Lan­des­li­gist ent­schied die Par­tie mit drei To­ren in der Schluss­vier­tel­stun­de für sich.

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