Un­ter­richt fällt am häu­figs­ten an den Re­al­schu­len aus

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

DÜS­SEL­DORF (fvo) Die Quo­te des er­satz­los aus­ge­fal­le­nen Un­ter­richts ist in NRW laut Mi­nis­te­ri­um leicht ge­stie­gen. Sie ha­be im Schul­jahr 2015/ 16 im Schnitt bei 1,8 Pro­zent ge­le­gen – nach 1,7 Pro­zent 2014/15. Am häu­figs­ten fiel der Un­ter­richt an Re­al­schu­len aus (3,4 Pro­zent). Es fol­gen die Se­kun­dar­stu­fe I der Ge­samt­schu­len (3,0) und die Haupt­schu­len (2,7). An Gym­na­si­en liegt die Quo­te bei 1,5 (Se­kun­dar­stu­fe I) be­zie­hungs­wei­se 2,0 Pro­zent (Se­kun­dar­stu­fe II).

Über die Er­he­bung des Aus­falls wird seit Jahr­zehn­ten ge­strit­ten. Vor al­lem El­tern hal­ten die Zah­len für zu nied­rig; sie ge­hen von sechs bis zehn Pro­zent Aus­fall aus. Kri­tik ent­zün­det sich be­son­ders dar­an, dass die Wer­te bis­her nur über zwei Wo­chen an 770 Schu­len er­ho­ben wer­den. Da­her soll es ab 2017/18 ein neu­es Ver­fah­ren ge­ben: Der Aus­fall soll nun über das gan­ze Jahr er­fasst wer­den; je­de der gut 5000 Schu­len soll in ei­nem be­stimm­ten Zei­t­raum teil­neh­men. Mi­nis­te­rin Syl­via Löhr­mann (Grü­ne) er­klär­te, sie wer­de der ent­spre­chen­den Emp­feh­lung der Bil­dungs­kon­fe­renz fol­gen, in der El­tern, Leh­rer und Par­tei­en sit­zen. Nicht grund­sätz­lich ge­än­dert wer­den soll da­ge­gen ei­ne um­strit­te­ne De­fi­ni­ti­on: So soll es wei­ter­hin als Ver­tre­tung und nicht als Aus­fall gel­ten, wenn Schü­ler selbst­stän­dig Auf­ga­ben lö­sen.

Als „klei­nen Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung“sieht Re­gi­ne Schwarz­hoff vom El­tern­ver­ein NRW das neue Ver­fah­ren. Es müs­se aber ei­ne Vol­ler­he­bung fol­gen, bei der al­le Schu­len stän­dig ih­re Da­ten über­mit­teln.

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