Rechts­staat­lich­keit

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS -

Es ent­behrt nicht der Iro­nie, dass aus­ge­rech­net die Bun­des­re­gie­rung in die Rol­le ei­ner mora­li­schen In­stanz hin­ein­wächst. Zum Wahl­sieg Do­nald Trumps be­schwor Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel den ge­wähl­ten US-Prä­si­den­ten, Din­ge wie „De­mo­kra­tie, Frei­heit, den Re­spekt vor dem Recht und der Wür­de des Men­schen un­ab­hän­gig von Her­kunft, Haut­far­be, Re­li­gi­on, Ge­schlecht, se­xu­el­ler Ori­en­tie­rung oder po­li­ti­scher Ein­stel­lung“zu re­spek­tie­ren. Auch den Na­to-Ver­bün­de­ten Re­cep Tay­yip Er­do­gan rief Mer­kel auf, beim An­ti-Ter­rorKampf auf Rechts­staat­lich­keit zu ach­ten. Recht hat sie. Al­ler­dings wur­de die Bun­des­re­pu­blik beim Kampf ge­gen den RAF-Ter­ror ähn­lich aus dem be­freun­de­ten Aus­land ge­mahnt. Bun­des­kanz­ler Hel­mut Schmidt re­agier­te eher un­wirsch auf sol­che Be­leh­run­gen. kes

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