Po­li­zei rüs­tet für Sil­ves­ter auf

Städ­te und Po­li­zei sto­cken Ein­satz­kräf­te zum Jah­res­wech­sel deut­lich auf.

Rheinische Post Moenchengladbach - - NORDRHEIN-WESTFALEN -

DÜS­SEL­DORF (tor) Um ei­ne Wie­der­ho­lung der Aus­schrei­tun­gen wie in der ver­gan­ge­nen Köl­ner Sil­ves­ter­nacht zu ver­mei­den, ver­zehn­facht NRW-In­nen­mi­nis­ter Ralf Jä­ger (SPD) beim an­ste­hen­den Jah­res­wech­sel das Po­li­zei­auf­ge­bot: Al­lein 1500 Be­am­te der Lan­des­po­li­zei sol­len dies­mal in Köln „ge­währ­leis­ten, dass die Men­schen dort fried­lich fei­ern kön­nen“, wie Jä­ger ges­tern an­kün­dig­te. Hin­zu kom­men rund 600 Ord­nungs­kräf­te im Auf­trag der Stadt. 800 Bun­des­po­li­zis­ten sol­len in ver­schie­de­nen Städ­ten be­ob­ach­ten, wel­che Kli­en­tel sich auf den Weg nach Köln macht.

Die zu­sätz­li­chen Po­li­zis­ten in Köln wer­den über­wie­gend aus den 18 Po­li­zei­hun­dert­schaf­ten re­kru­tiert, die das Land zur Ver­fü­gung hat. Weil aber nicht nur Köln, son- dern al­le grö­ße­ren Städ­te in NRW ent­spre­chen­de Ver­stär­kun­gen an­ge­for­dert ha­ben, gibt es Eng­päs­se: „Der Be­darf ist si­cher grö­ßer, als ich rea­lis­tisch Kräf­te an­bie­ten kann“, gab Jä­ger ges­tern am Ran­de ei­ner Pres­se­kon­fe­renz zu. In Bonn wer­den wohl auch des­halb erst­mals ge­mein­sa­me Teams aus Po­li­zei und Ord­nungs­dienst ein­ge­setzt, in Düs­sel­dorf wird das Per­so­nal auf 60 Ord­nungs­kräf­te auf­ge­stockt – zu­sätz­lich zur ver­stärk­ten Po­li­zei­prä­senz. Wie vie­le Po­li­zis­ten an Sil­ves­ter in wel­cher Stadt un­ter­wegs sein wer­den, will Jä­ger aus si­cher­heits­tak­ti­schen Grün­den nicht ver­ra­ten.

Ein­zel­ne Kom­mu­nen pla­nen in der Sil­ves­ter­nacht an be­leb­ten Plät­zen Zu­gangs­kon­trol­len. „Ob­wohl Deutsch­land ein si­che­res Land ist, nimmt das Ver­trau­en der Be­völ­ke- rung in den Staat ab“, sag­te der Prä­si­dent des Städ­te- und Ge­mein­de­bun­des (DStGB), Ro­land Schä­fer. „Ein wehr­haf­ter Rechts­staat muss dem ent­ge­gen­tre­ten.“In die­sem Zu­sam­men­hang ver­langt der DStGB ei­ne Aus­wei­tung der Vi­deo­über­wa­chung, mehr Er­mitt­ler zur Be­kämp­fung von Ein­bruchs­de­lik­ten, här­te­re Stra­fen für Ein­bre­cher und ei­nen neu­en Ak­ti­ons­plan von Bund und Län­dern ge­gen Be­lei­di­gun­gen und Über­grif­fe auf Po­li­zei­be­am­te, Mit­ar­bei­ter von Kom­mu­nal­ver­wal­tun­gen und Ret­tungs­diens­ten.

In NRW hat die Lan­des­re­gie­rung ei­nen Groß­teil der vom DStGB ge­for­der­ten Maß­nah­men längst auf den Weg ge­bracht. So wur­de die Vi­deo­über­wa­chung aus­ge­baut, und auch ge­gen Über­grif­fe auf Be­am­te wird be­reits här­ter vor­ge­gan­gen.

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