Vo­gel­grip­pe: Bis­her muss­ten 150.000 Tie­re ge­tö­tet wer­den

Rheinische Post Moenchengladbach - - POLITIK -

BER­LIN (jd) Die Vo­gel­grip­pe brei­tet sich in Deutsch­land wei­ter aus. 14 von 16 Bun­des­län­dern sind be­trof­fen, zu­letzt auch Thü­rin­gen. Le­dig­lich das Saar­land und Rhein­lan­dP­falz blie­ben bis­her ver­schont. Das Fried­rich-Lo­eff­ler-In­sti­tut für Tier­ge­sund­heit warnt vor dem für Vö­gel ex­trem ge­fähr­li­chen Er­re­ger H5N8, der sich un­ter Wild­vö­geln aus­brei­tet und teils auf Nutz­tier­be­stän­de über­greift. Für Men­schen be­steht aber wei­ter­hin kei­ne Ge­fahr.

Im Zu­ge der Be­kämp­fung des Er­re­gers muss­ten deutsch­land­weit bis­her knapp 150.000 Nutz­tie­re ge­tö­tet („ge­keult“) wer­den. Das er­gab ei­ne Ab­fra­ge un­se­rer Re­dak­ti­on in al­len Bun­des­län­dern. Dem­nach muss­ten al­lein in Nie­der­sach­sen rund 16.000 Pu­ten in ei­nem Mast­be­trieb so­wie rund 92.000 Hüh­ner im Um­feld die­ses Be­trie­bes ge­keult wer­den. 39.000 Tie­re fie­len der Be- kämp­fung des Er­re­gers in Schles­wig-Hol­stein zum Op­fer, 1800 in Meck­len­burg-Vor­pom­mern und in Bran­den­burg et­wa 500 – wo­bei dort der Er­re­ger H5N1 um sich griff. In Sach­sen-An­halt muss­ten 37 Hüh­ner ge­tö­tet wer­den so­wie 20 Gän­se im Ham­bur­ger Tier­park Ha­gen­beck. In zehn Bun­des­län­dern war die­ser Not­griff noch nicht nö­tig.

Welt­weit sind nun die Kon­ti­nen­te Eu­ro­pa, Asi­en und Afri­ka be­trof­fen, Ex­per­ten spre­chen da­her von ei­ner Pan­de­mie. Im Bun­des­agrar­mi­nis­te­ri­um zähl­te man bis ges­tern deutsch­land­weit 528 nach­ge­wie­se­ne Aus­brü­che der so­ge­nann­ten Ge­flü­gel­pest. Das sind be­reits deut­lich mehr als im bis­he­ri­gen Pan­de­mieRe­kord­jahr 2006 – und ein En­de ist noch nicht ab­zu­se­hen. „Wo es not­wen­dig ist, da han­deln wir prä­ven­tiv und zugleich ent­schie­den“, sag­te Mi­nis­ter Chris­ti­an Schmidt (CSU).

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