Die bes­ten Ta­blet-Com­pu­ter

Beim Kauf von Flach­rech­nern kön­nen Kun­den nicht mehr viel falsch ma­chen. Schon für we­nig Geld gibt es in­ter­es­san­te Ge­rä­te.

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT - VON REIN­HARD KO­WA­LEW­SKY

DÜS­SEL­DORF Kürz­lich ha­ben Freun­de ei­nen di­gi­ta­len Bil­der­rah­men für rund 150 Eu­ro ver­schenkt. Ge­mes­sen am jet­zi­gen An­ge­bot güns­ti­ger Ta­blet-PC war das ein Fehl­kauf. So lässt sich der hier nicht ge­zeig­te Hua­wei Me­dia­pad T1 8.0 Pro als re­la­tiv klei­nes Ta­blet mit ei­ner Bild­schirm­dia­go­na­le von 19,4 Zen­ti­me­ter schon für knapp 180 Eu­ro er­wer­ben. Da fehlt zwar das Mo­bil­funk­mo­dem, doch per Spei­cher­kar­te las­sen sich bis zu 32 Gi­ga­byte Fo­tos un­ter­brin­gen – ge­nü­gend für Tau­sen­de Fo­tos. Und On­li­ne-Sur­fen per W–Lan ist als qua­si kos­ten­lo­se Bei­ga­be eben­falls da­bei.

Das Bei­spiel zeigt, dass die Kun­den beim Kauf von Ta­blet-PC nicht mehr viel falsch ma­chen kön­nen. 170 Ge­rä­te lis­tet die Stif­tung Wa­ren­test in ei­ner Zu­sam­men­stel­lung auf – ab­so­lu­te Rein­fäl­le gibt es nur we­ni­ge. Und auch mit Mo­bil­funk­kom­po­nen­te gibt es vie­le re­la­tiv güns­ti­ge Ge­rä­te. So er­hielt das in der Ta­bel­le ge­zeig­te Me­dia­pad M2 8.0 von Hua­wei die No­te 2,3 von der Stif­tung Wa­ren­test. Das rund 260 Eu­ro teu­re Ge­rät ist re­la­tiv leicht, das Dis­play wird ge­lobt, Spei­cher­kar­ten mit bis zu 128 Gi­ga­byte las­sen sich ein­schie­ben, GPS er­laubt Na­vi­ga­ti­on un­ter­wegs, Er­in­ne­rungs­fo­tos las­sen sich mit acht Me­ga­pi­xeln schie­ßen, Vi­deo­te­le­fo­nie ist mög­lich, Mu­sik hö­ren so­wie­so – und die Nut­zungs­zeit von acht St­un­den er­laubt ei­ni­ge Aben­de des Couch-Sur­fens, oh­ne di­rekt wie­der das La­de­ge­rät su­chen zu müs­sen.

Auf der an­de­ren Sei­te des Preis­spek­trums ste­hen die Ge­rä­te von Bild­schirm­dia­go­na­le in cm App­le iPad Pro 9.7 Welt­markt­füh­rer App­le, bei de­nen man bei­spiels­wei­se für das iPad Pro mit 32 Gi­ga­byte Spei­cher mehr als 800 Eu­ro be­zah­len muss. Es hat die No­te 1,9 bei Stif­tung Wa­ren­test er­hal­ten.

Für Be­sit­zer ei­nes iPho­nes sind die iPads na­tür­lich we­gen der be­son­ders gu­ten Syn­chro­ni­sa­ti­on von Da­ten mit dem Smart­pho­ne ers­te Wahl. Dis­plays und Re­chen­chips sind her­vor­ra­gend, auch bei den Samsung Ga­la­xy Tab S2 9,7 Ka­me­ras liegt App­le vor­ne, und es gibt bei den Spit­zen­ge­rä­ten auch ei­ni­ge Ex­tras: So lässt sich auf dem iPad Pro mit ei­nem spe­zi­el­len Stift per Hand schrei­ben, ent­spre­chen­de Soft­ware kann dies in ge­tipp­te Tex­te um­wan­deln – al­ler­dings klappt das nur bei gut les­ba­rer Hand­schrift.

Bei ei­nem De­tail ne­ben dem güns­ti­ge­ren Preis ha­ben die Kon­kur­renz­mo­del­le zu App­le aber meist ei­nen Vor­teil: Sie er­lau­ben oft App­le iPad Mi­ni 4 das Nut­zen von Spei­cher­kar­ten, wo­ge­gen App­le für zu­sätz­li­chen Abla­ge­platz ho­he Zu­schlä­ge nimmt: So kos­tet ein iPad Pro mit 256 Gi­ga­byte Spei­cher 220 Eu­ro mehr als mit nur 32 Gi­ga­byte Spei­cher, ob­wohl es ei­ne ent­spre­chen­de Spei­cher­kar­te im Han­del für nur 40 Eu­ro gibt.

Ei­ne Rei­he an Samsung-Ge­rä­ten ge­hört zu den von Stif­tung Wa­ren­test oder auch „Com­pu­ter Bild“be­son­ders emp­foh­le­nen Ge­rä­ten. Das Hua­wei Me­dia­pad M2 8.0 (LTE) Dis­play bei­spiels­wei­se des Ga­la­xy S2 9.7 über­zeugt wie ei­ne Rei­he ähn­li­cher Mo­del­le der Ko­rea­ner mit sat­ten Far­ben. Der Pro­zes­sor hat vier be­son­ders en­er­gie­ef­fi­zi­en­te und vier be­son­ders leis­tungs­star­ke Ker­ne – das schont den Ak­ku und er­laubt ra­san­te Com­pu­ter­spie­le. Mit drei Gi­ga­byte Ar­beits­spei­cher ist das Ta­blet groß­zü­gig aus­ge­stat­tet. Das Mo­bil­funk­mo­dem er­laubt na­tür­lich auch die Nut­zung der be­son­ders schnel­len LTE-Net­ze. Das bringt die No­te 1,7 bei Stif­tung Wa­ren­test.

Aus­ge­rech­net beim Mo­bil­funk kön­nen Nut­zer üb­ri­gens spa­ren: 150 Eu­ro güns­ti­ger ist das iPad Pro oh­ne in­te­grier­ten Mo­bil­funk, bei Samsung sind rund 50 Eu­ro Er­spar­nis beim Ver­zicht drin, ei­ne schlim­me Ein­schrän­kung ist das nicht: Über die meis­ten Smart­pho­nes lässt sich ein „Hots­pot“auf­bau­en – ein mo­bi­les W-Lan-Netz. Da­mit kann der Ta­blet-PC das Han­dy un­ter­wegs als aus­ge­la­ger­te Funk­sta­ti­on nut­zen. Ne­ben­ef­fekt: Der Kun­de spart sich den zwei­ten Mo­bil­funk­ver­trag.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.