Blitz­ein­bruch bei Ju­we­lier im Min­to

Die­be fuh­ren ges­tern in den frü­hen Mor­gen­stun­den mit ei­nem Au­to durch die ver­schlos­se­ne Glas­tür vom Min­to und ramm­ten in der Shop­ping-Ga­le­rie die Fens­ter von Ju­we­lier Kreb­ber. Sie ent­ka­men mit hoch­wer­ti­gem Schmuck.

Rheinische Post Moenchengladbach - - UNTERHALTUNG - VON GA­BI PE­TERS

Der obe­re Haupt­zu­gang zum Min­to an der obe­ren Hin­den­burg­stra­ße war ges­tern Mor­gen ge­sperrt. In­nen ent­fern­ten Hand­wer­ker zer­bro­che­ne Schei­ben und ver­bo­ge­ne Stre­ben. Vor rot-wei­ßen Flat­ter­bän­dern schau­ten Be­su­cher in der Shop­ping-Ga­le­rie auf den Ort, an dem es we­ni­ge St­un­den zu­vor ei­ne film­rei­fe, aber lei­der rea­le, kri­mi­nel­le Ac­tion-Sze­ne gab: Ein­bre­cher wa­ren am Mon­tag ge­gen 3 Uhr in ei­nem sil­ber­nen Au­di A 6 Kom­bi über die seit­li­che Ram­pe an der Trep­pe vor­bei auf den Ein­gang zu­ge­rast. Sie durch­bra­chen das Glaspor­tal, fuh­ren durch den Gang der Shop­pin­gGa­le­rie wie El­wood und Ja­ke im Film „Blues Bro­thers“und steu­er­ten dann mehr­fach auf die Schau­fens­ter von Ju­we­lier Kreb­ber zu. Das ta­ten sie laut Po­li­zei­be­richt so lan­ge, bis sich ein Spalt im Si­cher­heits­glas auf­tat und sie in das Ge­schäft ein­stei­gen konn­ten.

Dass die Tä­ter Beu­te ge­macht ha­ben, steht fest. Wie viel hoch­wer­ti­gen Schmuck sie mit­ge­hen lie­ßen, muss aber noch er­mit­telt wer­den. Un­klar ist auch noch, ob es ver­wert­ba­re Bil­der aus der Über­wa­chungs­ka­me­ra gibt. Das be­schä­dig­te Ta­t­au­to, das zu­vor im Groß­raum Frank­furt ge­stoh­len wor­den war, lie­ßen sie im Shop­ping-Cen­ter zu­rück. Die Ein­bre­cher hat­ten die Tat of­fen­sicht­lich gut ge­plant. Für ih­re Flucht stand ein wei­te­res Au­to be­reit.

Ein Zeu­ge sah nach der Tat ei­nen Mann in ei­nen an­de­ren war­ten­den Au­di stei­gen, der so­fort star­te­te und in Rich­tung A 61 da­von­fuhr. Die so­fort ein­ge­lei­te­te Fahn­dung der Po­li­zei nach den Tä­tern blieb er­folg­los. Des­halb bit­tet die Po­li­zei um Hin­wei­se und fragt, wer ver­däch­ti­ge Be­ob­ach­tung ge­macht hat, die mit der Tat zu­sam­men­hän­gen könn­ten, un­ter Te­le­fon 02161 290.

Am 13. No­vem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res hat­te es eben­falls ei­nen spek­ta­ku­lä­ren Ein­bruch in der Kreb­berFi­lia­le im Min­to (in dem Fall war es der Au­ßen­zu­gang zum Ju­we­lier­ge­schäft) ge­ge­ben. Den Un­be­kann­ten war es ge­lun­gen, die Zu­gangs­tür mit bra­chia­ler Ge­walt zu öff­nen. In den Ge­schäfts­räu­men zer­trüm­mer­ten sie zahl­rei­che Vi­tri­nen und ent­wen­de­ten dar­aus Arm­band­uh­ren ver­schie­de­ner No­bel­mar­ken und De­si­gner-Schmuck­stü­cke. An­schlie­ßend flüch­te­ten sie in ei­nem auf­fäl­li­gen teu­ren Mer­ce­des AMG E63 mit sil­ber­nen Al­u­fel­gen über die Hin­den­burg­stra­ße in Rich­tung Al­ter Markt. Trotz Fahn­dung mit Bil­dern aus der Über­wa­chungs­ka­me­ra konn­ten die Tä­ter nicht ge­schnappt wer­den. In der Nacht vom 12. auf den 13. Sep­tem­ber die­ses Jah­res wa­ren Tä­ter beim Ver­such die Schau­fens­ter mit ei­nem Gul­ly­de­ckel ein­zu­wer­fen, ge­schei­tert. Nord­rhein-West­fa­len

FO­TOS:TITZ/PO­LI­ZEI

Mit ei­nem ge­stoh­le­nen Au­di (un­ten links) fuh­ren die Die­be ges­tern ge­gen 3 Uhr durch die Ein­gangs­tür vom Min­to. Die Män­ner, die am 13. No­vem­ber 2015 das Ju­we­lier­ge­schäft aus­raub­ten (un­ten rechts), sind noch nicht ge­fasst.

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