Bil­dungs­kon­gress macht sich auf nach „Di­gi­ta­li­en“

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES -

(RP) Di­gi­ta­li­sie­rung, Wirt­schaft 4.0 – der Me­ga­trend ist in al­ler Mun­de. Aber wie wirkt er sich auf die dua­le Aus­bil­dung aus? Wie müs­sen die Fir­men auf die ra­san­ten Ent­wick­lun­gen re­agie­ren? Wel­che An­for­de­run­gen müs­sen Schü­ler künf­tig er­fül­len? Das sind nur ei­ni­ge Fra­gen, mit de­nen sich die Teil­neh­mer des Bil­dungs­kon­gres­ses der IHK Mitt­le­rer Nie­der­rhein be­schäf­tig­ten.

„Die dua­le Aus­bil­dung wird sich in ei­ni­gen Be­rei­chen ver­än­dern“, sag­te IHK-Prä­si­dent Heinz Schmidt bei der Be­grü­ßung der rund 150 Gäs­te. „Die Di­gi­ta­li­sie­rung macht nicht Halt vor der Bil­dung. Wir müs­sen uns al­le um­stel­len. Aus­bil­der, Leh­rer, Be­trie­be und Schü­ler glei­cher­ma­ßen. Und wir müs­sen Schu­len und Be­rufs­kol­legs so aus­rüs­ten, dass wir jun­gen Leu­ten wei­ter­hin ei­ne hoch­wer­ti­ge Aus­bil­dung bie­ten kön­nen.“Schmidt ist si­cher: „Wei­ter­bil­dung wird wich­ti­ger denn je.“Ei­ne Pro­gno­se, die IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Jür­gen St­ein­metz teilt: „Qua­li­fi­zier­te Mit­ar­bei­ter sind das Ka­pi­tal der Un­ter­neh­men. Di­gi­ta­li­sie­rung muss sich auch auf die be- ruf­li­che Aus­bil­dung aus­wir­ken.“

Wie das er­reicht wer­den kann, er­läu­ter­te Prof. Dr. Fried­rich Hu­bert Es­ser. Der Prä­si­dent des Bun­des­in­sti­tuts für Be­rufs­bil­dung sprach zum The­ma „Auf nach Di­gi­ta­li­en?! Aus­bil­dung und Qua­li­fi­zie­rung für die Wirt­schaft 4.0“und mach­te klar, dass die Di­gi­ta­li­sie­rung Aus­wir­kun­gen auf Ar­beits­an­for­de­run­gen, Be­rufs­bil­der, Aus­bil­dungs­be­ru­fe, Lern­for­men und Wei­ter­bil­dung ha­be. „Aber wir soll­ten kei­ne Ängs­te schü­ren. Nicht al­le 330 Aus­bil­dungs­be­ru­fe wer­den glei­cher­ma- ßen be­trof­fen sein. Und wenn oft da­von die Re­de ist, dass vie­le Ar­beits­plät­ze durch die Di­gi­ta­li­sie­rung ver­lo­ren ge­hen, dür­fen wir nicht ver­ges­sen, dass im sel­ben Zu­ge auch neue ent­ste­hen.“Vor al­lem die IT-Bran­che pro­fi­tie­re.

Den Bo­gen von Bil­dung und Wirt­schaft zum Sport spann­te Horst Schlü­ter. Der Lauf­bahn­be­ra­ter des Olym­pia­stütz­punkts Rhein­land ist in al­len Fra­gen der dua­len Kar­rie­re ei­ner der ers­ten An­sprech­part­ner für Spit­zen­sport­ler, die ne­ben ih­rer sport­li­chen auch ih­re be­ruf­li­che Kar­rie­re stär­ken möch­ten. Ge­mein­sam mit Hei­ko Jan­sen von der AOK Rhein­land/Ham­burg, Thomas Kem­pen von der Rhein­land Ver­si­che­rungs­grup­pe so­wie de­ren Aus­zu­bil­den­den und Spit­zen­sport­lern Bar­ba­ra Müller und Ian Hü­ter dis­ku­tier­te er über die „Dua­le Kar­rie­re – Leis­tungs­trä­ger in Be­ruf und Sport“. Sie zeig­ten We­ge auf, wie die Ath­le­ten Schu­le, Aus­bil­dung und Be­ruf mit dem Leis­tungs­sport ver­ein­ba­ren kön­nen. Mit ei­nem Vor­trag von Dr. Man­fred Lütz en­de­te der Bil­dungs­kon­gress hu­mor­voll.

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