Sü­ßer die Je­cken nie sin­gen

Zum ers­ten gro­ßen Weih­nachts­sin­gen in Rhe­ydt er­war­tet der Kar­ne­vals­ver­band rund 3000 Sän­ger auf dem Markt.

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES - VON JU­LIA ZUEW

Ein Meer aus Tau­sen­den Lich­tern, ver­eint im ge­mein­sa­men Lied: So stellt sich Bernd Go­the, Vor­sit­zen­der des Mön­chen­glad­ba­cher Kar­ne­vals­ver­ban­des, das Fi­na­le des ers­ten Weih­nachts­lie­der­sin­gens auf dem Markt­platz in Rhe­ydt vor. Beim letz­ten Lied des Abends sol­len al­le Gäs­te ih­re Han­dys zü­cken und so den Platz an der Haupt­kir­che mit klei­nen Lich­tern fül­len.

Der Fuß­ball­klub Uni­on Ber­lin hat es mit sei­nem Weih­nachts­sin­gen, zu dem fast 30.000 Men­schen kom­men, vor­ge­macht. Jetzt zieht Mön­chen­glad­bach nach: Der Kar­ne­vals­ver­band, die evan­ge­li­sche Kir­che, das Rhe­ydter Ci­ty­ma­nage­ment und die Rheinische Post wer­den am Don­ners­tag, 22. De­zem­ber, ein Open-Air-Weih­nachts­sin­gen auf die Bei­ne stel­len. Je­der darf kom­men und mit­sin­gen, ab 17.30 Uhr geht es auf dem Rhe­ydter Markt­platz los. Mit Chor und Po­sau­nen, Weih­nachts­lie­dern und -ge­dich­ten – vor­ge­tra­gen vom Kin­der­prin­zen­paar des ver­gan­ge­nen Jah­res, An­na-Leo­nie und Phil­ipp.

Da­mit al­le Be­su­cher mög­lichst text­si­cher den Ton tref­fen kön­nen, gibt’s am Mon­tag, 19. De­zem­ber, die Tex­te zu den Weih­nachts­lie­dern für Don­ners­tag­abend bei uns in der Zei­tung. Am Di­ens­tag, 20. De­zem­ber, wird es ei­ne Bei­la­ge ge­ben, in der al­le Tex­te ent­hal­ten sind.

Be­vor um 18 Uhr die ers­ten Tö­ne des Weih­nachts­lie­der­med­ley der Mu­sik­freun­de Mön­chen­glad­bach er­klin­gen, wer­den die Glo­cken der Haupt­kir­che den Abend ein­läu­ten. Nach Go­thes Be­grü­ßung wer­den die Sän­ger von „MG­singt.de“und Lie­der­kranz Neu­werk und der Kin­de­r­und Ju­gend­chor St. Lau­ren­ti­us Oden­kir­chen in Be­glei­tung des Blä­ser­en­sem­bles fol­gen­de Lie­der sin­gen: „Al­le Jah­re wie­der“• „O Tan­nen­baum“• „Kom­met, ihr Hir­ten“• „Kling, Glöck­chen klin­ge­lin­ge­ling“• „Ihr Kin­der­lein kom­met“• „Sü­ßer die Glo­cken“• „Lei­se rie­selt der Schnee“• „Am Weih­nachts­baum die Lich­ter bren­nen“• „Fröh­li­che Weih­nacht“• „O du fröh­li­che“. Zum Ab­schluss wer­den al­le An­we­sen­den auf­ge­ru­fen „Stil­le Nacht, hei­li­ge Nacht“ge­mein­sam vor­zu­tra­gen.

Zwi­schen den Stü­cken wird das Kin­der­prin­zen­paar Ge­dich­te vor­tra­gen, und Mu­si­ker Wla­di­mir Ras­kin, der 32 Jah­re lang Mit­glied der Nie­der­rhei­ni­schen Sin­fo­ni­ker war, wird mit zwei Trom­pe­ten­so­li das Abend-Pro­gramm mit­ge­stal­ten. Die Ver­an­stal­ter rech­nen mit ei­nem Chor von 2000 bis 3000 Stim­men. „Da­mit wä­ren wir für den ers­ten An­lauf zu­frie­den“, sagt Go­the. „Es könn­ten aber auch weit­aus mehr wer­den“, sagt der Chef des Kar­ne­vals­ver­eins. Mit dem Weih­nachts­sin­gen möch­te der Kar­ne­vals­ver­ein nicht nur Groß und Klein beim ge­mein­sa­men Sin­gen ver­ei­nen. „Wir möch­ten zei­gen, dass wir Brauch­tum pfle­gen und er­hal­ten“, er­zählt Go­the. Da­zu ge­hö­re auch, die hie­si­gen Tra­di­tio­nen an Mi­gran­ten wei- ter­zu­ge­ben. „In Rhe­ydt ha­ben wir ei­nen gro­ßen An­teil In­te­gra­ti­ons­wil­li­ger“, be­rich­tet Go­the. Sie wür­den sich auch oft auf dem Markt­platz in Rhe­ydt auf­hal­ten. Der Kar­ne­vals­ver­band möch­te „zei­gen, wo­zu man den Platz noch nut­zen kann“und auch Mi­gran­ten die deut­sche Weih­nachts­kul­tur nä­her­brin­gen, sagt der Vor­sit­zen­de.

Für die weih­nacht­li­che At­mo­sphä­re möch­ten die Ver­an­stal­ter mit De­ko­ra­tio­nen, Lich­tern und ei­nem gro­ßen Bal­lon sor­gen, der den Platz aus­leuch­tet. Zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den soll der gro­ße Leucht­kör­per von der Feu­er­wehr Mön­chen­glad­bach. „Es wird ge­nü­gend Flä­che ab­ge­sperrt sein, da­mit auch mehr Leu­te als vor­aus­sicht­lich er­war­tet Platz fin­den“, ver­si­chert der MKV-Chef.

Warm­hal­ten kön­nen sich al­le An­we­sen­den wäh­rend der knapp 90mi­nü­ti­gen Ver­an­stal­tung nicht nur mit di­cken Win­ter­ja­cken, son­dern eben­falls mit Glüh­wein und an­de­ren Ge­trän­ken – auch al­ko­hol­frei.

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