Ei­ne tie­risch gu­te Tat

Durch ei­ne Spen­den­ak­ti­on bei Re­al sind mehr als 10.000 Eu­ro für den Deut­schen Tier­schutz­bund zu­sam­men­ge­kom­men.

Rheinische Post Moenchengladbach - - STADTTEILE - VON AN­GE­LA RIETDORF

STADT­MIT­TE Tier­fut­ter kau­fen, den Ein­kaufs­bon hoch­la­den und da­mit ei­ne Spen­de aus­lö­sen – das funk­tio­niert. Ge­nau 10.453 Eu­ro ka­men auf die­se Wei­se in ei­ner Wo­che zu­sam­men. Zu der Ak­ti­on auf­ge­ru­fen hat­ten im Rah­men der Welt­tier­wo­che im Ok­to­ber die re­al-Su­per­märk­te in ganz Deutsch­land in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Tier­fut­ter­her­stel­ler Mars, der die Mar­ken Whis­kas und Pe­di­gree ver­treibt.

Pro Ein­kaufs­wert von fünf Eu­ro wur­de ein Eu­ro ge­spen­det. Den er­freu­lich ho­hen Scheck konn­te jetzt Kers­tin Rung­berg vom Deut­schen Tier­schutz­bund in ei­nem Mön­chen­glad­ba­cher re­al- Markt ent­ge­gen­neh­men.

Das Geld wird in den Feu­er­wehr­fonds des Tier­schutz­bun­des flie­ßen, mit dem Tier­hei­me, die drin­gend Hil­fe brau­chen, un­ter­stützt wer­den. Kon­kret wer­den die 10.000 Eu­ro für zwei Pro­jek­te ver­wandt: für Wel­pen aus il­le­ga­lem Han­del und für Tie­re aus ver­wahr­los­ten Haus­hal­ten. „Der il­le­ga­le Wel­pen­han­del nimmt zu und über­for­dert die Tier­hei­me, die die be­schlag­nahm­ten Tie­re auf­neh­men“, er­klärt Kers­tin Rung­berg. Der il­le­ga­le Han­del ist ein Mil­lio­nen­ge­schäft, das skru­pel­lo­se Händ­ler mit Hun­de­wel­pen als Ost­eu­ro­pa, die un­ter­nährt, krank und nicht ge­impft sind, be­trei­ben. Die Auf­nah­me vie­ler, oft kran­ker Tie­re stellt die Tier­hei­me vor gro­ße fi­nan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten. Die Kos­ten für ei­nen Wel­pen ein­schließ- lich Tierarzt-, Fut­ter- und Per­so­nal­kos­ten be­lau­fen sich auf rund 2600 Eu­ro, Kos­ten auf de­nen die Tier­hei­me meist sit­zen blei­ben. In­ner­halb von zwei Jah­ren lie­fen so rund 2,6 Mil­lio­nen Eu­ro auf.

Au­ßer­dem soll das Spen­den­geld für Tie­re aus so­ge­nann­tem Ani­mal ho­ar­ding ver­wen­det wer­den. Da­mit sind Haus­tie­re, vor al­lem Kat­zen, aber auch Hun­de, Vö­gel oder Ka­nin­chen ge­meint, die be­schlag­nahmt wer­den, weil ih­re Be­sit­zer viel zu vie­le Tie­re auf viel zu en­gem Raum hal­ten und sie ver­wahr­lo­sen las­sen. Der Deut­sche Tier­schutz­bund er­hält jähr­lich Spen­den von über vier Mil­lio­nen Eu­ro. Das Geld stammt von Ein­zel­spen­dern, aus Spen­den­ak­tio­nen und zu ei­nem grö­ße­ren Teil auch aus Nach­läs­sen.

RP-FO­TO: ISA­BEL­LA RAUPOLD

Viel Geld für den Tier­schutz­bund er­gab ei­ne Ak­ti­on von Re­al. Es freu­en sich (v.l.): Ines Fuchs, Gün­ter Ruhl, Kers­tin Rung­berg, Tors­ten Bär, Hans-Joachim No­wark und Alex­an­der Held.

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