Ver­wahr­los­te Chin­chil­las: Hin­wei­se auf Pelz­han­del?

Rheinische Post Moenchengladbach - - PANORAMA -

MÜL­HEIM (url) In Mül­heim und Gelsenkirchen wur­den zu­letzt mehr­fach il­le­gal ge­hal­te­ne Chin­chil­las aus Woh­nun­gen und Wohn­mo­bi­len ge­ret­tet. Hin­ter al­len Fäl­len ste­cken of­fen­bar die sel­ben Tä­ter, ei­ne Tier­züch­te­rin und ihr Le­bens­ge­fähr­te. Ih­nen dro­hen nun ho­he Geld­stra­fen. Die ver­wahr­los­ten Na­ge­tie­re wa­ren teil­wei­se in ver­schlos­se­nen Kar­tons un­ter­ge­bracht oder in klei­ne Kä­fi­ge ge­pfercht. Mehr als 530 Tie­re wur­den si­cher­ge­stellt.

Das Paar muss mit Sank­tio­nen rech­nen, wenn sich her­aus­stellt, dass es ge­gen das Tier­hal­te­be­treu­ungs­ver­bot ver­sto­ßen hat. „Ein Zwangs­geld von 1000 Eu­ro pro Tier wä­re denk­bar“, sagt ein Spre­cher der Stadt Gelsenkirchen. 2013 wur­de ge­gen die Frau be­reits ein Buß­geld von 200 Eu­ro ver­hängt, weil sie Chin­chil­las nicht art­ge­recht hielt. Ob es bei der Hal­tung um il­le­ga­le Pelz­ge­schäf­te geht, ist un­klar. „Das Fell der Tie­re ist weich, dünn und hat ei­ne schö­ne Fär­bung – das macht sie in­ter­es­sant“, sagt ein Spre­cher der Tier­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on Pe­ta. Die Kos­ten ei­nes Man­tels lä­gen im vier­stel­li­gen Be­reich. Der il­le­ga­le Han­del mit Chin­chil­las ist laut Pe­ta viel zu we­nig im Fo­kus der Öf­fent­lich­keit. „Das ver­bo­te­ne Ge­schäft mit Nerz- oder Fuchs­fell ist in al­ler Mun­de, weil dort öf­ter grö­ße­re Zucht­far­men er­mit­telt wer­den.“Chin­chil­las wür­den hin­ge­gen in Hin­ter­hö­fen ge­züch­tet.

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