Sorg­falt

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS -

Sehr zum Är­ger der CDU-Vor­sit­zen­den hat­te der Par­tei­tag der Christ­de­mo­kra­ten für die Ab­schaf­fung der dop­pel­ten Staats­an­ge­hö­rig­keit für Kin­der aus­län­di­scher El­tern ge­stimmt. Des­halb mahnt An­ge­la Mer­kel jetzt ei­ne sorg­fäl­ti­ge Spra­che in der neu ent­brann­ten De­bat­te an. Nun ist das Ge­gen­teil von Sorg­falt Fahr­läs­sig­keit und nicht et­wa Ein­falt. Mit Letz­te­rer könn­te man den ei­nen oder an­de­ren Schnit­zer ent­schul­di­gen, feh­len­de Sorg­falt hin­ge­gen be­deu­tet den be­wuss­ten Ver­zicht auf gründ­li­ches Vor­ge­hen und auf Be­ach­tung der we­sent­li­chen Aspek­te und Re­geln. Bei sorg­fäl­ti­ger Be­trach­tung wird al­ler­dings deut­lich, dass genau das in po­li­ti­schen Dis­kus­sio­nen am lau­fen­den Band pas­siert und der Ap­pell an die Sorg­falt meist ver­hallt. Was bleibt, sind meist nur Sor­gen­fal­ten. bew

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