Weih­nu­kka

Rheinische Post Moenchengladbach - - KULTUR -

An Cha­nu­kka fei­ern jü­di­sche Fa­mi­li­en das Lich­ter­wun­der, das sich bei der Wie­der­ein­wei­hung des zwei­ten Je­ru­sa­le­mer Tem­pels im Jahr 164 vor Chr. er­eig­ne­te: Acht Ta­ge lang brann­te der sie­ben­ar­mi­ge Leuch­ter, ob­wohl Öl für nur ei­nen Tag vor­han­den war. Was aber ist Weih­nu­ka? Das Jü­di­sche Mu­se­um Ber­lin gibt Aus­kunft: „Wenn die christ­lich do­mi­nier­te Mehr­heits­kul­tur all­jähr­lich in weih­nacht­li­che Stim­mung verfällt, be­ginnt für vie­le Ju­den ein Kon­flikt, der in den USA mit dem Be­griff ,De­cem­ber Di­lem­ma’ be­zeich­net wird.“Sie lö­sen es Di­lem­ma, in­dem sie Tan­nen­baum und Cha­nu­kkaLeuch­ter zu­sam­men­brin­gen. Weih­nu­kka hat da­bei ei­nen iro­ni­schen Un­ter­ton, sie kam auf, als as­si­mi­lier­te deut­sche Ju­den im 19. Jahr­hun­dert ih­re Wohn­zim­mer mit ei­nem Tan­nen­baum schmück­ten. Ob je­mand ein Weih­nachts- oder ein Cha­nu­kka­typ, ver­rät ein Quiz auf der Sei­te des Jü­di­schen Mu­se­ums auf: www.jm­ber­lin.de/weih­nu­kka

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