Gro­ße Chan­ce für Ve­rän­de­rung

Rheinische Post Moenchengladbach - - WISSEN -

Wer Schul­po­li­tik über lan­ge Zeit be­ob­ach­tet, stellt fest: Es gibt ste­tig so vie­le Ve­rän­de­run­gen, dass Pla­nun­gen schnell über den Hau­fen ge­wor­fen wer­den müs­sen. Ein Bei­spiel: Mal gibt es zu vie­le Leh­rer. Dann wie­der zu we­ni­ge. In zahl­rei­chen Grund­schu­len läuft der Schul­be­trieb heu­te nur noch rund, weil Päd­ago­gen wei­ter un­ter­rich­ten, ob­wohl sie ei­gent­lich im Ru­he­stand sind. Oder durch den Ein­satz von Quer­ein­stei­gern.

Auch das ist miss­lich: Vie­le El­tern, die ih­ren Nach­wuchs in Kin­der­gär­ten lan­ge über Mit­tag gut un­ter­ge­bracht wuss­ten, se­hen sich plötz­lich da­mit kon­fron­tiert, dass sie um 11.45 Uhr ei­ne Be­treu­ung fin­den müs­sen, weil ihr Kind in der ers­ten Schul­klas­se zwar Schluss, aber kei­nen Oga­ta-Platz hat. Für die­se El­tern sind an­de­re Be­treu­ungs­an­ge­bo­te nur zwei­te Wahl. Aber ei­nen der ra­ren Oga­ta-Plät­ze be­kom­men sie nur dann, wenn sie selbst in­itia­tiv wer­den und in der Re­gel dann zu Schul­jah­res­be­ginn. Sei­ten­ein­stei­ger im Schul­jahr ha­ben schlech­te Kar­ten, Oga­ta-Plät­ze für So­zi­al­fäl­le au­ßer der Rei­he sind Man­gel­wa­re.

Die gu­te Nach­richt: Die Stadt hat über das Pro­gramm „Gu­te Schu­le 2020“end­lich die fi­nan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten, die Struk­tur nach­hal­tig zu ver­än­dern. Sie muss das The­ma nur an­pa­cken. Und zwar en­er­gisch. Die­ter.We­ber@Rhei­ni­sche-Post.de

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